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![]() Some people talk about me like a revolutionary.
Thats nonsense all I did was copy B.B.King. He is a great person, as well as a great
musician. And this guy sings like he was born down below Mississippi! Wenn sich Eric Clapton und B.B.King einen lange gehegten Traum erfüllen und zusammen eine CD produzieren, darf man dies ohne Übertreibung eine kleine Sensation nennen. Und wenn das Album dann ohne Umwege in den Top 10 landet, ist das Thema dieser Kolumne klar. Unter den zwölf Tracks von Riding With The King ist mit When My Heart Beats Like A Hammer ein Slow Blues der Extraklasse zu hören Grund genug für uns, das musikalische Phänomen gründlich zu erforschen. Slow Blues bedeutet zunächst, dass die bekannte zwölftaktige Liedform in extrem langsamen Tempo gespielt wird, der musikalische Puls schlägt mit etwa 40 bis 70 Beats pro Minute. Bei unserem Workshop-Titel haben wir es mit 44 bpm zu tun, ein einziger Beat dauert geschlagene 1,36 Sekunden, ein Takt immerhin 5,45 Sekunden. Die nächste Subdivision eines Beats sind Triolen, auf einen Takt kommen also 12 triolische Achtel. Um das Notenbild transparent zu halten, spalten wir die zwölf Achtel in zwei Hälften und notieren im 6/4-Takt. Aus einem ursprünglichen Takt werden so zwei 6/4-Takte, unsere zwölftaktige Form verdoppelt sich also auf 24 Takte. Zu den Akkorden: In Beispiel 1 sind zwölf Diagramme abgedruckt, für die Tonika C7, die Dominante G7 und die Subdominante F7 jeweils vier Voicings. Beim Dur-Blues verwendet man in der Hauptsache mixolydische Voicings, gängige Tensions (Akkorderweiterungstöne) sind die None (9) und die Tredezime (13). In Beispiel 2 habe ich eine von vielen Möglichkeiten notiert, einen Slow Blues zu begleiten. Ein wichtiges Stilmittel für Blues-Comping (=Begleitung) ist der sogenannte chromatic approach". Keine Panik, das hört sich hochtrabend an, ist in der Praxis aber ganz einfach: Man greift die Akkorde aus Beispiel 1 einen Bund höher als angegeben, schlägt den Akkord an, und rutscht dann ohne weiteres Anschlagen einen Bund tiefer in die Zielposition. Experimentiert mit den Voicings, kreiert interessante Kombinationen! Die Akkorde sind übrigens für Blues, Funk und Jazz gleichermaßen wichtig, sie gehören zu den unverzichtbaren Basics ....
Mehr zu diesem & anderen Themen in der neuen Gitarre & Bass. Ausgabe 08/2000 ist ab Freitag, 21. Juli im Handel. Abonnenten lesen früher. © Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH |