Geddy Lee: Der Rush-Bassist versucht’s mal solo

Seit fast fünfundzwanzig Jahren zählen Rush zur absoluten Elite der Rock-Szenerie. Kaum ein Leser-Poll oder eine Umfrage unter Musikern, bei dem nicht mindestens eines der drei Band-Mitglieder zu den beliebtesten Instrumentalisten gewählt wird, kein Album, bei dem die Fans nicht ehrfürchtig gen Toronto beten. Rush sind in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Dreh- und Angelpunkt der kanadischen Prog-Rock-Formation (eigentlich heißt ihre wirklich originelle Sound-Kategorie aber nur „Rush") ist Bassist/Sänger/Keyboarder Geddy Lee, ein technisch wie kompositorisch ungewöhnlich vielseitiger und reifer Musiker. Sein warme, klare Stimme ist das Herzstück sämtlicher Rush-Alben, sein edles Songwriting krönt unzählige der Songs, die das Trio bis dato an den Start gebracht haben. Aufgrund persönlicher Schicksalsschläge haben sich die Herren Lee, Alex Lifeson (g) und Neil Peart (Schlagzeug & Song-Texte) Ende 1997 eine Band-Pause verordnet, die der Bassist für die Arbeiten an seinem ersten Solo-Album ,My Favorite Headache‘ nutzte. Natürlich lassen sich auch aus den elf Songs dieses wunderbaren Werkes deutlich jene Handschriften heraushören, die man auch stets bei Rush entdecken kann. Doch Geddy Lee belässt es nicht bei angestammten Qualitätsmerkmalen, sondern wagt sich stilistisch ein Stück weiter. G&B verrät, wohin.

story: matthias mineur
fotos: r. chive, k. tastrophe

 

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