U2-Fans als Cover-Band: Vorsprung Durch Technik

Marius Schmidtke ist Gitarrist der U2-Cover-Band Vorsprung Durch Technik, und er befasst sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Equipment seines Idols The Edge. Inzwischen hat er dessen Bühnen-Setup fast originalgetreu nachgebildet; absolut bemerkenswert ist allerdings nicht nur Marius’ authentischer Edge-Sound – Vorsprung Durch Technik sind insgesamt musikalisch wie auch visuell unglaublich nahe dran an der irischen Kult-Band. Vorgestellt haben wir Vorsprung Durch Technik, die Formation mit dem durchdachten Konzept, bereits in der Rubrik „Deine Band in Gitarre & Bass/Demostadl" in Ausgabe 10/00. Das Fazit damals: Wem U2-Tickets zu teuer sind und wer trotzdem einen unterhaltsamen Konzertabend mit der Musik seiner Lieblinge genießen will, sollte nach Vorsprung Durch Technik Ausschau halten – und buchen. Denn nicht nur sound-mäßig ist diese seit 1997 bestehende Cover-Band ein Abbild von Bono & Co., auch die Optik, angefangen von den Band-Fotos bis hin zur Bühnenpräsenz, stimmt einfach. Eine Kostüm-Designerin ist übrigens für das originalgetreue Bühnen-Outfit verantwortlich. Bei der U2-Convention 1999 in Recklinghausen etablierte sich die Formation als klare Nr. 1 der U2-Cover-Bands, und auch beim diesjährigen Treffen der U2-Fans in Krefeld konnte Vorsprung Durch Technik (aka VDT) wieder überzeugen. Das Konzert fand anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums ,All That You Can’t Leave Behind’ statt, und bot einen Querschnitt durch über 20 Jahre U2-Musik. Erfreulicherweise spielte die Band nicht nur die Hits aus den 80ern, sondern wagte sich auch an das in klanglicher Hinsicht komplexere Material der letzten Jahre heran. Und Vorsprung Durch Technik überzeugten auf ganzer Linie: Harry Guckert am Bass und Drummer Michael Lutz haben die originalen Grooves und Breaks drauf, im Mittelpunkt des Geschehens standen aber – wie bei den echten U2 – Bono und The Edge, bzw. deren Darsteller. Sänger Michael Effenberger lieferte auf der Bühne Entertainment pur, und Marius „The Phaser" Schmidtke trägt nicht nur einen Oberlippen- u./o. Kinnbart wie The Edge, auch sein Sound ist – original! Die clean bis crunchy, mit viel Delay angereicherten Sounds, für die The Edge bekannt ist, kommen amtlich rüber. Dafür betreibt Schmidtke einen immensen technischen Aufwand, nämlich fast den selben wie sein Vorbild ...

story: arnd müller
fotos: vdt, wachowsky

 

Mehr zu diesem & anderen Themen in der neuen Gitarre & Bass. Ausgabe 12/2000 ist ab Freitag, 17. November im Handel.

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