Tom Tom Club & Tina Weymouth

THE BEAUTY AND THE BEAT
Sie waren die Rhythmus-Sektion der Talking Heads, das süßeste Pärchen des New Wave und die Erfinder des HipHop. Chris Frantz und Tina Weymouth haben nicht nur tiefe Spuren in der amerikanischen Popkultur hinterlassen, sie sind auch mit Ende 40 noch hyperaktiv. Klein, zierlich mit grauem Beatles-Haarschnitt, schwarzem Mini-Rock und hohen Stiefeln – Tina Weymouth wirkt wie ein Wesen aus Andy Warhols legendärer „Factory". Eben arty, hip und intellektuell. Eine Frau, die den erotischsten Bass auf Erden spielt, einen engen Draht zur Kunstwelt hat und sich in scheinbar jedem Genre zurechtfindet. Mit den Talking Heads zählte sie zu den kreativen Köpfen des New Wave, mit ihrem Nebenprojekt Tom Tom Club brachte sie Grandmaster Flash, Puff Daddy und LL Cool J den HipHop bei. Ihre Songs wie ,Wordy Rappinghood‘ oder ,Genius Of Love‘ sind bis heute die Essenz jedes Rap-Beats und auch als Produzentin hat sie sich mit ihrem Ehemann Chris einen Namen gemacht. Auf das gemeinsame Konto gehen u. a. Ziggy Marley, Happy Mondays oder auch The Heads – ihr ’98er Versuch einer Talking Heads-Reunion ohne David Byrne. Jetzt wagen sie sich wieder an den Tom Tom Club und legen mit ,The Good The Bad And The Funky‘ einen frivolen Grenzgang zwischen Dub und Disco, HipHop und Avantgarde, Reggae und Rock vor. Die perfekte Symbiose aus Handwerk, Technik und Spielwitz. Ein Interview.

 

Mehr zu diesem & anderen Themen in der neuen Gitarre & Bass. Ausgabe 01/2001 ist ab Freitag, 15. Dezember im Handel.

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