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![]() Well, well, zugegeben, es gab schon ausgeflipptere Themen bloß, nachdem man nicht davon ausgehen kann, dass die geneigte Leserschaft die ersten Folgen von In Vivo aus den Jahren 1991/92 (hey, genau, das war kurz nach dem Krieg und da gab's noch nicht mal Internet) griffbereit hat und mein Buch, trotz zahlreicher moralischer Manipulationen, auch nicht flächendeckend die Toiletten der Republik pflastert muss ich also noch mal aufklären, wo die kleinen Dur- und Moll-Akkorde herkommen. Hier also in Trockenform, wie man mit Hilfe der Funktionsharmonik ein paar ordentliche Song-Formeln entwickeln kann. Der Einfachheit halber ist erst mal alles in C-Dur. So sieht die C-Durtonleiter aus: C-D-E-F-G-A-H-C. Über zwei Oktaven: C-D-E-F-G-A-H-C-D-E-F-G-A-H (Bsp. 1). Um aus dieser zwei-oktavigen C-Durtonleiter die tonleitereigenen Dreiklangakkorde ableiten zu können, muss ich nur zu jeder Note die übernächste Note in der Tonleiter draufstapeln, und schon erhalte ich diese zauberhaften Zweiklänge: C-E, D-F, E-G, F-A, G-H, A-C, H-D, C-E (Bsp. 2). Jetzt klatsche ich nach eben beschriebener Methode auf die hohe Note dieser Zweiklänge erneut die jeweils übernächste Note aus der zwei-oktavigen C-Durtonleiter drauf und erhalte folgende Dreiklänge: C-E-G, D-F-A, E-G-H, F-A-C, G-H-D, A-C-E, H-D-F, C-E-G. Voilà die Dreiklänge der Tonart C-Dur. Würde ich das ganze noch einmal durchexerzieren, so erhielte ich Vierklänge, sogenannte Septakkorde (weil sie sich vom Grundton des Akkordes bis zur Septime ausdehnen) aber das machma zum Schluss. Hier reichen uns im Moment die Dreiklänge, weil wir ja nur einfache Formeln erstellen wollen ...
Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass Ausgabe 02/2001 ist ab Freitag, 19. Januar im Handel. Abonnenten lesen früher. © Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH |