John Frusciante

1988 stieg er für den verstorbenen Hillel Slovak bei seiner Lieblings-Band, den Red Hot Chili Peppers, ein: Gitarrist John Frusciante war zur richtigen Zeit am richtigen Ort – aber lange blieb er nicht. Nach zwei Alben und legendären Hits wie ,Give It Away‘ und ,Under The Bridge‘ war er 1991 wieder weg vom Fenster, laborierte an massivsten Drogenproblemen, die ihn ganz tief in die Gosse von L.A. brachten, und veröffentlichte dann mit ,Niandra Ladies & Usually Just A T-Shirt‘ (1995) und ,Smile From The Streets You Hold‘ (1997) zwei ziemlich abgedrehte Solo-Alben, denen deutliche Einflüsse von Pink-Floyd-Mitbegründer Syd Barrett und Captain Beefheart zugeschrieben wurden. Gerade Frusciantes Debüt ist eine teilweise gewagte, sehr roughe Materialsammlung aus dem Heimlabor, gespickt mit psychedelischen Sounds, Instrumentals mit Backward-Gitarren und einer Stimme, die vor allem verrät, dass ihr Besitzer sämtliche Höhen & Tiefen des menschlichen Daseins kennt – und zu der Zeit war John gerade mal 24 und dem Tod knapp von der Schippe gesprungen: Heroin, Crack und alles was man an Ersatzstoffen noch dazu und dazwischen einfahren kann hat er sich angetan. Heute geht es Frusciante um einiges besser, wobei man dem originellen Gitarristen & Sänger aber immer noch anhört, dass er die zweite Hälfte seines Lebens nicht mit Briefmarkensammeln verbracht hat...

 

Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass.
Ausgabe 03/2001 ist ab Freitag, 16. Februar im Handel.
Abonnenten lesen früher.

© Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH

 

home