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Die meisten britischen Gitarrenbauer bauen längst nicht mehr so aufregende Gitarren wie früher. Eine Ausnahme ist jedoch die Firma Gus Guitars (speak: Gass), deren Instrumente nicht nur spektakulär aussehen, sondern mit innovativen und gleichermaßen praktikablen Ideen aufwarten. Es wäre nicht das erste Mal, dass Industrie-Designer in der Gitarrenwelt Aufsehen erregen. Schnittige Designs wie Gibsons Firebird- und Thunderbird-Modelle, aber auch die Flying V-, Futura- und Explorer-Modelle waren direkt oder indirekt von Auto-Designern beeinflusst. Auch Ned Steinberger, der mit seinen ultrakleinen Karbongraphit-Gitarren und Bässen erst eine Menge Häme einstecken musste, ist eigentlich Industrie-Designer. All diesen Entwicklungen ist gemeinsam, dass sie ihrer jeweiligen Zeit weit voraus war. Aber heute dreht sich das Rad der Zeit nicht nur eine Idee schneller, und so ist es nicht verwunderlich, dass Guss-Gitarren zumindest in England bereits des öfteren auf den Bühnen gesichtet werden. Und das, obwohl die Firma erst wenige Jahre existiert und kompromisslos ihren eigenen Stil durchzieht. Simon Farmer, der Boss von Guss, hat als Maxime ausgegeben, ein innovatives, individuelles Design mit einem eher traditionellen Spielgefühl und Klangverhalten zu kombinieren ...
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