Taj Mahal: Blues Roots & World Music

Der durchschnittliche Blues-Man hat Schwielen an den Händen, noch aus der Zeit auf den Baumwollfeldern. Er hat ein Alkoholproblem und verprügelt immer mal wieder Frau und Kinder. Außerdem hat er nie eine Schule von innen gesehen und folglich ein Problem mit der Grammatik. Hässliche Klischees. Wirklich hässliche Klischees, die beim Blick auf die Biografie von Henry Saint Clair Fredericks zusammenbrechen, wie das Kartenhaus des zockenden (Klischee-) Bluesers: Die Welt kennt ihn als Taj Mahal, und der Mann steckt voller Überraschungen und Geheimnisse. Eines seiner vielen musikalischen Projekte ist die Phantom Blues Band – und auch dieser Musiker selbst hat etwas von einem Phantom, lässt sich künstlerisch nicht auf eine Welle festlegen und birgt zu viele Talente in sich, als dass sie alle in einem Projekt Platz fänden. Wer mit offenen Ohren auf eine Reise durch die verschiedenen Veröffentlichungen Taj Mahals geht, findet zu Beginn seiner Karriere Psychedelia-Anklänge mit den „Rising Sons", dringt tief ein in die Traditionen afroamerikanischer Musik, bis hin zum rhythmischen Sprechgesang aus Großmutters Küche, und landet schließlich nach Umwegen über poppige R&B-Platten der Achtziger (wie ,Taj’) beim Welt-Musiker Taj Mahal, dessen Album ,Senor Blues‘ mit einem Grammy belohnt wurde ...

 

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Ausgabe 03/2001 ist ab Freitag, 16. Februar im Handel.
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