Gary Moore/Gitarrist: Wieder zurück zum Blues

Da flirtete der flinke Ire zuletzt heftig mit dem Zeitgeist, gab sich nach wertkonservativen Blues-Werken und anachronistischen Rock-Projekten wie BBM und Colosseum II plötzlich richtig hip: Mit grellgrünem Fleece-Jäckchen und smarter Skater-Brille outete sich der Meistergitarrist plötzlich als Auskenner und Fan der Londoner Drum N’ Bass Scene und kokettierte mit Kontakten zu den Dancefloor-Heroen von Underworld. Zugleich attestierte Mr. Moore dem Rock die Sterbeurkunde und erhob Club-Kultur und Dancefloor zu wichtigsten Impulsgebern für zukünftige Trends & Sounds. Das demonstrierte er dann auch gleich stolz auf ,Dark Days In Paradise‘. Kleiner Wermutstropfen: Das Album wurde ein völliger Flop. Wenn das kein Grund ist, den Blues zu bekommen. Kleiner Trost: Auch die Londoner Drum-N’-Bass-Szene entwickelte sich eher zu einem interessanten Phänomen, als zu einem Style mit Massenakzeptanz. Was der mutige Mr. Moore den Turntable-Akrobaten im Hier & Jetzt voraus hat, sind sein Erfahrungsschatz und eine treue, wenn auch momentan leicht verwirrte Fan-Gemeinde. Und natürlich noch etwas enorm Wichtiges: Die eigenen Wurzeln, die man immer wieder begießen kann. Ein Interview.

 

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Ausgabe 04/2001 ist ab Freitag, 16. März im Handel.
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