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Ehrlich gesagt, der Name war mir durchaus geläufig, aber wer Ty Tabor wirklich ist und was er mit Yamaha im Schilde führt, ging bisher an mir vorbei. Dann zack klingelt der Paketdienst, und plötzlich hängt Tabors Signature-Gitarre um meinen Hals: Aha-Erlebnis, man wird neugierig ... Die Info-Tour durchs Internet ergibt, dass Ty Tabor schon fast 20 Jahre im Geschäft ist. Zu Bekanntheit ist er durch sein Trio mit Namen Kings X gekommen. Auch wenn Ty zwischenzeitlich Solopfade beschritt, die Band besteht nach wie vor. Stilistisch ist Ty Tabor in den Mainstream des Hardrocks und Heavy-Metals einzuordnen. Er gilt allgemein als unterbewerteter Geheimtipp. Warum, das war mir nach dem Abhören einer Best of King´s X-CD (danke, Patrick...) vollkommen klar: Der Mann ist keiner von den Höherschnellerweiter-Typen, die mit flinken Fingern schnell Furore machen. Sein Spiel ist eher erdig, in Soli mehr der Melodie denn der Artistik verpflichtet. Ein moderner Gitarrist, im Ton immer wieder mit unverkennbaren Hendrix-Attitüden. Die RGX-TT zeichnet sich nicht durch spezielle Anbauteile oder Materialen aus. Was Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die Dimensionen, die konstruktiven Eigenschaften. Das Team Tabor/Yamaha hat ein ausgesprochen kompaktes Instrument kreiert, dass kürzer wirkt als es die 650-mm-Mensur erwarten lässt. Noch wesentlicher für das Handling ist jedoch die Formgebung des Korpus. Bis auf einen flachen Mittelstreifen (aufgeleimte Flamed-Maple-Platte) ist die Oberfläche kräftig gewölbt bzw. sie fällt zu den Rändern hin ab. Wobei zusätzlich noch an den hinteren Enden, auf beiden Seiten, je eine Abflachung existiert. Die Rückseite dagegen ist eben gehalten, weist aber ein ausgeprägtes Körper-Shaping auf, sowie eine großflächige Verjüngung im Bereich der Halsschrauben. Im Prinzip, das muss man natürlich dazusagen, ist dieser Flunder"-Korpus nichts Neues, aber eben in der Ausführung hier eine richtig gut gelungene Variante. Die verwendete Holzsorte ist im übrigen Basswood (Linde), typisch in dieser Preisklasse und für designierte Heavy-Äxte immer wieder gern genommen ...
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