Godin Glissentar, 11saitige Fretless Elektro-Acoustic  

 

Godin Glissentar, 11saitige Fretless Elektro-Acoustic

Eine durchaus vertraute Korpusform, aber 11 Saiten aus Nylon, dazu ein Griffbrett ohne Bünde – was ist das denn? G&B-Leser wissen Bescheid, denn in unseren Berichten von der NAMM und der Frankfurter Messe tauchte die Godin Glissentar jeweils als eins der Highlights auf. Und jetzt können wir ihr einmal so richtig auf den Zahn fühlen, dieser bundlosen Schönheit.

Robert Godin erinnerte sich eines Tages an das Instrument, das in weiten Teilen Afrikas das Volksinstrument Nr. 1 ist: Die Oud (sprich: Udd!). Die afrikanische Oud hat meist 11 Saiten und ein kurzes, bundloses Griffbrett. Auf vielen modernen Ethno-Produktionen ist die Oud in einer Melodie spielenden, führenden Funktion zu hören, aber ursprünglich begleitet oder untermalt sie Geschichten oder Lieder. Musikwissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Oud der direkte Vorfahr der europäischen Laute ist, von der wiederum unsere Gitarre abstammt. Doch zurück zu Robert Godin. Ihm gefiel der Klang und die spezielle Art der Tonformung der Oud so gut, dass er beschloss, eine moderne Version zu bauen: Ein Instrument, dass die spielerischen und klanglichen Möglichkeiten der Oud mit den Erkenntnissen und Entwicklungen modernster Gitarrenbau-Technik verbindet. Außerdem sollten die Dimensionen und Proportionen des Instrumentes den im Westen gewohnten entsprechen, so dass dieser kulturelle Brückenschlag denn auch ohne größere Umgewöhnung der hiesigen Musiker gelingen möge. Fertig war das Konzept der Glissentar – und damit soll man Gitarre spielen können? Die Antwort gibt’s in G&B!

 

Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass.
Ausgabe 06/2001 ist ab Freitag, den 18.05. im Handel.
Abonnenten lesen früher.

 

© Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH & Co. KG

 

home