BAP: Ein Mallorca-Aufenthalt hat Konsequenzen

BAP: Seit über 20 Jahren stellt die Kölner Band und ihr Frontmann Wolfgang Niedecken eine Institution dar, wenn es um mundartlich gefärbte, deutschsprachige Rock-Musik geht. Mit dem endgültigen Weggang von Gitarrist/Songwriter Klaus „Major" Heuser und Keyboarder Axel „Effendi" Büchel fand 1999 eine Zäsur statt – und gleichzeitig die Chance für einen Neubeginn. Jetzt wird, nach dem akustisch eingespielten Album ,Tonfilm‘, das zur Hälfte aus alten Songs bestand, mit ,Aff Un Zo‘ das erste reguläre gemeinsame Werk der neuen Besetzung veröffentlicht. Und um es vorweg zu nehmen: ,Aff Un Zo‘ – „Ab und zu", für alle Nicht-Kölner – ist insgesamt ein klassisches BAP-Album geworden. Mit dem Titel-Song und der gleichzeitig ersten Single-Auskopplung gibt’s die fast schon obligatorische Reggae-Nummer – BAPtisten werden sie bestimmt mögen. Genauso, wie den Rest der insgesamt 14 neuen Stücke, die die für diese Band typische Singer/Songwriter-Atmosphäre im handgearbeiteten Mainstream-Rock-Kontext transportieren – eine Stimmung, wie sie auch Bruce Springsteen, Bob Dylan oder Tom Petty erzeugen. Die Musik des neuen Albums klingt frisch, der Rock-’n’-Roll-Faktor ist deutlich spürbar. Mitverantwortlich hierfür ist Gitarrist Helmut Krumminga, ein Musiker, der mit seiner gleichermaßen modernen wie traditionsbewussten Spielweise den Songs die Sahnehäubchen aufsetzt. Frontmann Niedecken singt wie gehabt; dieser Musiker hat Wiedererkennungswert. Werner Kopal (b), Jens Streifling (g/sax/harp), Michael Nass (kb), Sheryl Hackett (voc) und Jürgen Zöller (dr) bilden das Rückgrat – eine absolut tighte Band, die seit der ,Tonfilm’-Tour über 100 Konzerte gespielt hat und zusammengewachsen ist – musikalisch wie menschlich ...

Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass! Ausgabe 07/2001 ist ab Freitag, den 22. Juni im Handel. Abonnenten lesen früher.

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