
| Rein äußerlich sieht er ein wenig wie Jon
Lord aus, wie jener altehrwürdige Organist des britischen Hard-Rock-Flaggschiffs Deep
Purple. John Mayall ist in Ehren ergraut, trägt das immer noch recht dichte Haar zu einem
Zopf zusammengebunden, sein weißer Bart ist gepflegt, sein äußeres Erscheinungsbild von
zeitloser Freizeitkleidung gekennzeichnet. Wenn der Blues-Veteran spricht, offenbart sich
dem Zuhörer eine vergleichbar ruhige Höflichkeit, eine Attitüde, die man wohl nur
echten Gentlemen zuspricht. Und mit ,Along For The Ride hält er ein aktuelles Album
in den Händen, von dem sich Management und Plattenfirma eine ähnliche Bedeutsamkeit
versprechen, wie die, die seinerzeit von John Lee Hookers ,The Healer ausging. Ein
Vergleich, dem Mayall durchaus zustimmt, in der Hoffnung, einen entsprechend gewichtigen
Klassiker eingespielt zu haben. ,Along For The Ride ist unter anderem deshalb von
solch riesiger Bedeutsamkeit, da es dem britischen Blues-Musiker gelungen ist, eine
hochkarätige Ansammlung namhafter Kollegen als Gastinstrumentalisten zu gewinnen. Sei es
Billy Gibbons von ZZ Top, oder Mick Taylor, einst bei den Rolling Stones unter Vertrag,
sei es Andy Fairweather Low bzw. Chris Rea, die sich nicht lange bitten ließen, seien es
Gary Moore, Jeff Healey, Steve Miller und Jonny Lang, wie auch Booker T, Steve Cropper,
Billy Preston, Otis Rush und Reese Wynans (aus der ehemalige Band des verstorbenen Stevie
Ray Vaughan), darüber hinaus Peter Green, John McVie und Mick Fleetwood (einst als
Fleetwood Mac ein unschlagbares Gespann), oder aber Davy Graham, ein Virtuose an der
Akustikgitarre, sowie das blutjunge Talent Shannon Curfman ... Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass! Ausgabe 08/2001 ist ab Freitag, den 20. Juli im Handel. Abonnenten lesen früher. © Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH |