Harte Zeiten, gute Zeiten: Slayer sind wieder da!

Sie gehörten in den 80er Jahren zusammen mit Metallica, Megadeth und Anthrax zu den großen Bands des US-Thrash-Metal. Mittlerweile ist Slayer Kult und zählt immer noch zu den Besserverdienenden im Metallgewerbe. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass Nu-Rock-Acts wie Limp Bizkit, Linkin Park und die Deftones seit längerem die Heavy-Szene mehr als dominieren. Trotzdem: Jede Neuveröffentlichung von Slayer bleibt ein Ereignis, diesmal heißt es ,God Hates Us All‘. Und da Axeman Kerry King & Co. ihre Fans so gerne haben, schenken sie der Welt ein absolut hartes und typisches Slayer-Album. Eingespielt wurden die neuen Songs im Winter 2000/01 in den Warehouse Studios in Vancouver, Kanada. Am Mischpult saß Matt Hyde, der bereits die Slayer-Nummer ,Bloodline‘ für den Soundtrack des Films „Dracula 2000" produziert hatte. Die übrigen Beteiligten: natürlich die Gitarristen Kerry King & Jeff Hanneman, Drummer Paul Bostaph sowie Sänger/Bassist Tom Araya. Und diese vier Musiker lassen auf ihrem neuen Album vom ersten Ton an keine Zweifel aufkommen, dass Slayer mit zum härtesten gehört, was die US-Metal-Szene zu bieten hat. Fette Midtempo-Riffs im Stile von Metallica, zweistimmige Läufe, virtuose & schnelle Soli – wer auf technisch anspruchsvolle Heavy-Gitarren steht, kommt an diesem Album kaum vorbei. Hinzu kommt noch reichlich Double-Bass-Drumming – Bostaph besitzt wirklich lockere Fußgelenke – und die passenden Vocals von Shouter Araya. Der spielt übrigens auch einen sehr soliden Bass, der im Fall einiger Speed-Parts ebenfalls mehr als bemerkenswert ist ... Ja, das neue Slayer-Album kommt irgendwann, demnächst. Bis dahin kann man sich mit dieser Story vergnügen ...

Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass! Ausgabe 08/2001 ist ab Freitag, den 20. Juli im Handel. Abonnenten lesen früher.

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