| Framus AK 1974 Custom, Semiakustik-E-Gitarre 1974 brachte Framus mit dem holländischen Gitarristen Jan Akkerman zusammen ein Instrument auf den Markt, das nach den Wünschen des Musikers gestaltet war: die Jan-Akkerman-Gitarre. Heute, 27 Jahre später, stellt die wieder belebte Firma Framus, nachdem ein paar Jahre lang nur neue Modelle entwickelt wurden, als erste "Reissue" ein Remake dieser Gitarre vor. Die deutschen Gitarrenbauer Höfner und Framus hatten ihre Blütezeit in den 50er und 60er Jahren, als in Europa amerikanische Instrumente kaum erhältlich waren in England z. B. unterlagen USA-Gitarren bis 1961 einem Einfuhrverbot. Anfang der 70er Jahre begann die Ära der asiatischen Gitarren, die den eingesessenen Firmen in Europa und USA das Leben schwer machten. Firmengründer Fred Wilfer suchte sein Heil in der Flucht nach vorne. Er baute in Nashville, USA eine Fabrik auf, und mit dem Jan-Akkerman-Model wurde die damals teuerste Framus-Gitarre aller Zeiten auf den Markt gebracht. Leider hat beides langfristig nichts genutzt. Jan Akkerman, immer schon ein Rock-Gitarrist mit starken Jazz-Einflüssen, hatte sehr genaue Vorstellungen, wie sein Instrument aussehen sollte: Eine Gitarre in Les-Paul-Form, semiakustisch in Jazz-Tradition aber mit soviel Sustain wie eben möglich, mit einer möglichst vielseitigen Schaltung, 24 Bünden und möglichsten Zugang zu allen Lagen. Das Instrument wurde immer wieder leicht modifiziert, bis es ca. 1976 seine endgültige Ausstattung erhielt. Damals war ich ein junger Musiker, der als freier Autor beim "Fachblatt Musik Magazin" sein Geld u. A. mit Testberichten verdiente. Im März 1976 habe ich die Framus Jan Akkerman getestet. Zum Glück habe ich meinen alten Artikel aufbewahrt und konnte so im Vorfeld zu diesem Test mal die alten Fakten nachlesen. Sehr interessant. Mehr zu diesem Thema in der neuen Gitarre & Bass! Ausgabe 09/2001 ist ab Freitag, den 24. August im Handel. Abonnenten lesen früher.
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