Roland VS-2480, Harddisk Recording Workstation  

 

Roland VS-2480, Harddisk Recording Workstation

Lange war Roland mit dem VS-1680/1880 bei den Recording-Workstations auf Festplatten-Basis führend. Dann konterte Yamaha mit der AW 4416 (Test in G&B 04/01) und eroberte die Pole-Position. Doch auch dieser Coup ist schon wieder Geschichte: Das Imperium schlägt zurück und schickt mit dem Digital Studio VS-2480 das bisher aufwändigste Gerät seiner Art ins Rennen. In den letzten beiden Jahren hat sich die Gattung „HD-Recording-Workstations" beständig und mit hohem Tempo weiterentwickelt. Hard- und Software wurden verbessert und mit den aktuellen Top-Modellen Roland VS-1880 und Yamaha AW-4416 sind Produktionen bis zur CD-Reife auf hohem Klangniveau möglich. Die hochintegrierten Workstations empfehlen sich dabei vornehmlich für Heim- und Projekt-Studios, da sie eine hervorragende Audio-Qualität mit vergleichsweise geringem Platzbedarf verbinden. Im professionellen Bereich, wo beispielsweise in hoher Geschwindigkeit an Kundenaufträgen gearbeitet wird oder Post-Production angesagt ist, haben sich eher PC-basierte Systeme (wie z. B. Pro-Tools) durchgesetzt. Wichtige Argumente hierfür: hohe Arbeitsgeschwindigkeit, Ergonomie und Personalisierung der Arbeitsumgebung (indem man die Software oder Bildschirmansicht für den persönlichen Arbeitsstil oder die aktuellen Projekte optimiert). Die HD-Workstations waren diesen Anforderungen bislang nicht vollständig gewachsen. Mini-Displays und vorgegebene Arbeitsarchitektur lassen Workstations im Vergleich zu PC-Systemen ins Hintertreffen geraten. Zugegeben, die Top-Modelle glänzen mit einem grafikfähigen Display in durchaus befriedigender Größe. Wer jedoch einen 19-Zoll-Monitor gewohnt ist, wird dem 8 ´ 11 cm Display eines VS-Studios nicht allzuviel abgewinnen. Das neue VS-2480 tritt nun an, die beschriebenen Grenzen zwischen Hardware- und Software-basiertem Recording nachdrücklich anzukratzen ...

 

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