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![]() Sechs Jahre mussten die Fans von Ozzy Osbourne auf ein neues Studio-Album warten. Down To Earth heißt die dreizehnte Soloproduktion des Black-Sabbath-Shouters. Die Gitarren hat Zakk Wylde eingespielt, dessen Karriere bei Ozzy begann. Gerade mal neunzehn Jahre war er alt, als er 1987 den Job übernahm, seine Vorgänger waren der Virtuose Randy Rhoads und Jake E. Lee. Am Bass hören wir auf Ozzys neuem Album Robert Trujillo, der als Mitglied von Suicidal Tendencies bekannt wurde. Dass Robert ein fantastischer Funk/Fusion-Bassist ist, weiß jeder, der mal Infectious Grooves gehört hat, ein weiteres Trujillo-Projekt. Funk-Metal erster Güte mit einer ordentlichen Portion Humor und das passt auch zu Mr. Osbourne. No Easy Way Out, der vierte der ingesamt elf ,Down To Earth-Tracks, bietet starke Riffs und ein kurzes, spektakuläres Gitarrensolo. Aus dem mit Pro-Tools-Harddisk-Recording aufgenommenen Stück habe ich ein Arrangement für eine Gitarre und Bass destilliert, das alles Wesentliche zusammenfasst und gut klingt. Die obligatorischen Hinweise zu den Tunings der Instrumente vorweg: Zakk Wyldes Les Paul wurde um einen Halbton tiefer zum Eb heruntergestimmt. Die Stimmung von Robert Trujillos Fünfsaiter lautet: Bb Eb Ab Db Gb In Beispiel 1 sind alle wichtigen Riffs von No Easy Way Out zu finden. Der Song beginnt mit einem cleanen, eintaktigen Riff. Die Dreiklänge Gsus4/C, G/B und Gm/Bb klingen durch einen dezenten Chorus räumlicher, zudem wird jeweils ab dem letzten Sechzehntel von Zählzeit 2 bis zum Ende des Takts ein Tremolo-Effekt dazugeschaltet. In den Takten 5-16 hören wir ein Metal-Riff, das mit zahlreichen Overdubs garniert wird. Die rautenförmigen Notenköpfe und die entsprechenden Symbole in der Tabulatur signalisieren uns Flageolets. Dafür wird die Saite genau über dem fünften Bund nur berührt, aber nicht heruntergedrückt und dann angeschlagen. Das D auf Zählzeit 4 in Takt 8 wird gleichzeitig mit dem Pick und dem Fingernagel angeschlagen so entsteht ein schreiender Oberton. Das Vibrato an dieser Stelle ist mit dem Tonumfang (Range) einer kleinen Terz ziemlich heftig. Ab Takt 17 öffnet sich der Song mit wechselnden Dreiklängen über dem Basston D und führt zu dem Dreiklang-Riff, das wir schon vom Intro her kennen ...
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