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![]() Tuck Andress hat sich als Partner der Sängerin Patti Cathcart in dem Duo Tuck & Patti in Gitarristenkreisen einen mittlerweile legendären Ruf erworben. Er studierte zunächst klassische Gitarre an der Stanford-Universität. Bei einer Audition begegnete er seiner späteren Frau: Die Chemie stimmte sofort und ab 1981 begann das Duo, Gigs zu spielen. Aber erst 1987 unterzeichneten Tuck & Patti einen Plattenvertrag. Das gerade erschienene Chocolate Moments ist das neunte Album in der Geschichte des Duos, aber das erste, das auf ihrem eigenen Label T&P-Records herauskommt. Dieser Workshop entstand unter günstigen Voraussetzungen, da ich die Gelegenheit zu einem ausführlichen musikalischen Gespräch mit Tuck Andress hatte. Songwriting G&B: Auf eurem neuen Album sind ausschließlich Eigenkompositionen zu hören. Wann entstehen die Stücke? Tuck: Das passiert relativ kurzfristig. Denn wenn wir ein Album aufnehmen, passiert eigentlich alles zur gleichen Zeit. In unserem Duo ist Patti die Komponistin und Arrangeurin. Sie schreibt die Songs während der Aufnahmen sehr schnell und besorgt auch gleich das Arrangement. So kann es passieren, das ein Song an einem Tag entsteht und am nächsten Tag gleich aufgenommen wird. G&B: Kommt Patti am Anfang dieses Prozesses mit einer Gesangslinie? Tuck: Viel mehr als das. Sie ist die Komponistin, sie bringt neben der Melodie auch die komplette Akkordfolge und damit oft große Teile der Gitarren-Parts mit ein. Unser Verhältnis ist weitgehend wie das eines Arrangeurs zu seinem Orchester. Sie ist eine Art MIDI-Komponist, und ich bin ihr Sequencer. Manchmal singt sie mir Ideen vor, oder spielt sie auf dem Piano oder auf der Gitarre an. Ich überlege mir dann, wie man diese Entwürfe weiter entwickeln kann. G&B: Ist bei dieser Produktion einmal ein Song verworfen worden, weil er nicht stark genug war? Tuck: Nein. Ganz erstaunlich ist, dass dass nie vorkommt. Ich darf ja den Kompositions-Prozess aus nächster Nähe beobachten und bin immer wieder geplättet. Sie schreibt nicht etwa fünfzig Songs und nimmt dann die zehn besten. Jeder Song, den sie geschrieben hat, wurde auch tatsächlich aufgenommen. Ein wirklich erstaunliche Quote ...
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