Meshell Ndegeocello: Bassistin Sängerin Musikerin

1994 tauchte die junge Bassistin mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen wie eine Supernova am Musikhimmel auf. ‚Plantation Lullabies‘ hieß Me’Shell NdegéOcellos Debüt auf Madonnas Maverick-Label. Treibende Funkgrooves und Texte, die mit beißender Gesellschaftskritik auch ohne Musik beachtlich waren mischten sich mit HipHop und R&B. Dazu kam noch Me’Shells Sprechgesang, der zwischen entspannt-erotisch und beißend-ätzend lag. Seither sind drei weitere Platten erschienen. ‚Peace Beyond Passion‘ (1996) gab sich etwas gemäßigter in den Grooves, um sich noch mehr auf die Texte zu konzentrieren. Auf ‚Bitter‘ (1999) verzichtete Me’Shell auf ihren knackigen E-Bass und lieferte ein wunderschönes Singer/Songwriter-Album mit Akustikgitarre und Streichern ab, das leider auf dem Plattenmarkt völlig zu Unrecht unterging. Außerdem hat sie auch von Album zu Album die komplizierte Schreibweise ihres Namens abgespeckt – das mit Erfolg. Meshell Ndegeocello veröffentlichte zuletzt im Herbst 2002 mit ‚Cookie: The Anthropological Mixtape‘ eine Rückbesinnung auf die ersten Scheiben: Knackige Grooves mit scharfen Texten zu Rassismus, falscher religiöser Auslegung, Sexismus und Visionen ... Ein Interview mit Transkriptionen zum Nachspielen!

story angela ballhorn
fotos warner, petia chtarkova

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