| Es ist immer etwas Besonderes, aus dem
nasskalten, mitteleuropäischen Januar gen Westen zu ziehen. Los Angeles, genauer gesagt
Anaheim ist das Ziel und hier ist es meist 20 bis 25 Grad Celsius, und die Sonne
scheint. Da hilft nicht, die Sonnenbrille muss geputzt auf aufgesetzt werden sonst
wird man schnell mal geblendet. In diesem Jahr ließ man die dunklen Gläser besser auch in den Hallen auf, denn viele Hersteller warteten nicht nur mit einer großen Auswahl neuer Produkte auf, sondern diese zeichneten sich durch eine unglaubliche Farbfülle aus. Bunt war´s was auch eine Vielzahl richtig bekannter Musiker anzulocken schien. Die Stimmung So war denn auch allerorten eine sehr gute, ja positive Stimmung zu spüren. Einzigartig ist das Verhalten der Amerikaner im Umgang mit den großen Stars da wird sich ruhig und willig in langen Schlangen angestellt, und geduldig abgewartet, bis man sein persönliches Autogramm bekommt und ein Erinnerungsfoto mit dem Star schießen kann. Die längsten Menschenschlangen haben wir bei Paul Stanley (Kiss) ausgemacht, der seine Silvertone Signature-Serie persönlich und in voller Maskerade vorstellte. Auch um den PRS-Stand wickelte sich eine Schlange, um einmal Mark Tremonti von Creed die Hand schütteln zu können. Für uns ist auch immer die Geduld der Musiker erstaunlich, die zwei, drei Stunden ein Autogramm nach dem anderen und ein Lächeln (für ein Foto) nach dem anderen abliefern. Es gab auch Ausnahmen dieser Regel: Carlos Santana und auch Eddie van Halen waren nicht bereit, Autogramme zu geben. Carlos, damit er sich einmal in Ruhe die Messe angucken konnte. Eddie, weil es ihm einfach zuviel ist. Bei Yamaha saßen eine ganze Reihe berühmter Endorser (Billy Sheehan, Doug Pinnicks, Randy Bachmann, Nathan East u.v.a.) stundenlang an zwei Tischen nebeneinander, sehr zur Freude der Fans ebenso wie Lynyrd-Skynyrd-Gitarrist Gary Rossington auf dem Gibson-Stand, der jeden Fan mit dem Biker-Gruß Hey Brother.." begrüßte. Bootsy Collins streunte zusammen mit Buckethead durch die Hallen und ließ sich bereitwillig mit Fans fotografieren einmal wurden die beiden sogar von einer kompletten Schulklasse okkupiert. Obwohl die NAMM eine reine Fachmesse ist, war der Anteil der Nicht-Fachbesucher wie immer sehr hoch. Und das, obwohl der Eintritt immerhin $ 175 beträgt. Wer soviel zahlt, der will auch etwas erleben und mit Vorzeigbarem, sprich Prospekten, Katalogen, Autogrammen und Fotos, nach Hause kommen ... Story & Fotos: Heinz Rebellius, Dieter Roesberg
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zum Inhalt Gitarre & Bass 03/2003 © Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH |