Harry Häussel: Gitarren-Pickups made in Germany

Lange Zeit galten Pickups aus den USA nicht ganz zu Unrecht als das Nonplusultra der Tonwandlung. Zwar gab es auch bei uns schon frühe Versuche den Klang von Gitarren elektrisch zu verstärken, aber neidlos überlassen wir den amerikanischen Erfindern das Verdienst der Entwicklung und vor allen Dingen kommerziellen Durchsetzung der bis heute wesentlichen Tonabnehmertypen. Jedoch ,Times,They Are A-Changing’ und das gilt auch für diese inzwischen so altmodisch, wie unersetzlich anmutende Technik der magnetischen Tonabnahme bei Gitarren. Heute gilt das Interesse der Musiker mehr und mehr der Qualität und Klasse der Produkte, egal woher sie stammen, und hier betritt nun Harry Häussel die Szene. Harry Häussel ist gebürtiger Schwabe und lebt auf der Schwäbischen Alb bei Burladingen, dort wo fast alle Ortschaften mit -ingen aufhören, so etwa 30 km südlich von Tübingen oder Reutlingen. Seine Werkstatt findet man in Stetten, einem kleinen verschlafenen Nest und hier sägt, schraubt, wickelt und wachst Harry in aller Ruhe sein umfangreiches Repertoire an Pickups. Inzwischen hat er sich einen Namen gemacht und neben deutschen Gitarrenbauern wie Nik Huber, Rainer Tausch, Staufer, Sign, Eyb, Ritter u. a., gewinnt er zunehmend auch europaweit und in Übersee Gehör mit seinen feinen Produkten ...

Franz Holtmann

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