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![]() Den ein oder anderen Song ihres Albums konnte man im vergangenen Jahr schon mal hören oder sehen, und Frühaufsteher unter den Besuchern des letzten Bizarre-Festivals im Kölner Norden erinnern sich vielleicht auch noch an sie: Tracy Bonham spielt Gitarre, Geige und interpretiert mit Post-Punk/Anti-Girlie-Hype-Attitüde eine Musik, die wir schon von Hole kennen nur wird sie hier endlich mal ordentlich gespielt. Sehe ich jetzt böse Gesichter? Hole-Fan zu sein fällt natürlich trotzdem nicht schwer, denn originell ist Courtney Love natürlich schon, keine Frage. Mit Tracy Bonham kann man sogar reden. Ihr Debüt ,The Burdens Of Being Upright erschien in den USA bereits Anfang 96 und hatte Charts-Erfolg. Ein halbes Jahr später war es auch in der Alten Welt soweit, und die erste Single ,Mother, Mother ging sehr gut ins Ohr. Wenn auch hier nicht viel mehr passierte (als ein paar Wochen Aufenthalt in der Charts-Warteliste), hat sich diese Künstlerin doch schon eine Position verschafft, die mit dem nächsten Album ausbaufähig erscheint. Wer weiterliest, war also fast schon von Anfang an dabei... Die Fakten: Tracy Kristin Bonham wurde am 16. März 1967 in Eugene, Oregon geboren, ihre Mutter war Musiklehrerin, der Vater starb als sie zwei Jahre alt war. Tracy lernte bereits früh Violine, bekam ein Stipendium, machte den High-School-Abschluß und studierte an der University Of Southern California. Das tägliche Übungsprogramm und die klassischen Inhalte des Musikstudiums füllten sie nicht aus, und sie wechselte an die Berklee School Of Music in Boston: Gesang, Geige , Gitarre... und die Studentin schrieb auch Werbe-Jingles für Pontiac und Toyota. Ab 1992 konzentrierte sie sich dann ganz auf die Rockmusik, inspiriert von Bands wie den Pixies und den Buzzcocks. "Ich habe mich wahrscheinlich nie darum gekümmert, die Regeln des Songschreibens zu lernen. Ich erlaube dem Song einfach, mich mitzureißen..." Solche Statements hat man natürlich schon oft gehört, und so ist es nur schön, daß in Tracys Fall auch die Musik tatsächlich einen Bezug zur Selbstanalyse aufweist. Ihre Songs sind schräg, laut, schön, verspielt, hart und stehen Nirvanalternearljamorissettori also dem Sound der 90er näher, als allem, was an den Musikinstituten der Welt gelehrt und teilweise dann auch gelernt wird... |