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Der Kanadier Jean Larrivée startete seine Laufbahn wie so viele Instrumentenbauer als Musiker: Im Alter von etwa 20 Jahren begann er, klassische Gitarre zu studieren. Wenige Jahre später lernte er einen deutschen Gitarrenbauer kennen, dessen Instrumente auch heute noch hoch angesehen sind: Edgar Mönch. Unter dessen Fittichen fertigte er seine ersten Konzertgitarren. Das Design und die Konstruktion seiner Instrumente war immer eher konservativ-stilvoll im besten Sinne, was seinen Ursprung vielleicht in seiner Vergangenheit als klassischer Musiker hat. So sind typische Larriveé-Merkmale Holzbindings und ein nahezu unsichtbares, weil durchsichtiges Schlagbrett, so dass die puristische Holzoptik nahezu nicht getrübt wird. Doch trotz aller weit oben angesetzten Qualitätsmaßstäbe war es für Larrivée eine Herausforderung, ein hochwertiges Instrument mit massiver Decke und massivem Korpus sowie einteiligem Hals für unter $ 1000 herzustellen. Dies gelang ihm im Jahre 1997 mit der Entwicklung der D-03. Ursprünglich auf ca. 1000 Exemplare kalkuliert, entwickelte sich das Instrument auf Grund hoher Nachfrage schnell zu einem Verkaufsschlager. Bei unserem Testkandidaten handelt es sich um eine (übrigens etwas teurere) Variante der D-03; der Namenszusatz R" deutet hier auf Rosewood, also Palisander- statt Mahagonikorpus hin, das E" steht für Electric. Die Decke ist bei den beiden Geschwistern aus kanadischer Sitka-Fichte gefertigt, welche von innen X-förmig symmetrisch beleistet ist. Die Korpus-Bindings sind, wie bereits angedeutet, in Holz ausgeführt, in unserem Fall aus Ahorn. Nur die Einfassungen des Ebenholzgriffbretts sind aus Kunststoff, jedoch in elfenbein-artiger Anmutung gearbeitet. Der einteilige Mahagonihals mit abgeflachtem D-Profil endet in der Larrivée-typisch abgerundeten Kopfplatte mit verchromten Mechaniken und eingelegtem Firmenlogo ... Paul Schleip Mehr zu diesem & anderen Themen in
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