Workshop Top 10: Prince & Musicology

„Prince – Bass, Guitar, Arranger, Composer, Drums, Keyboards, Vocals, Producer" lauten die Credits zu ,Dirty Mind‘, dem 1980 erschienenen dritten Album des exaltierten Superstars. Und die sagen eigentlich schon fast alles über die enormen musikalischen Fähigkeiten des kleinen Mannes. Prince beherrscht das Alphabet von Rhythm & Blues, Rock und Funk perfekt, ist ein verdammt guter Gitarrist und Bassist, mischt in der Champions League der Produzenten und Arrangeure ganz vorne mit, schreibt phantastische Songs am Fließband, hat eine markante Stimme, die zwischen Kastraten-Falsett und Rock-Röhre ein Kaleidoskop an subtilen Zwischentönen beherrscht, und ist charmant und cool ..

„All instruments and voices by Prince" lesen wir zehnmal im Booklet, was uns ansagt, dass er die zwölf Songs überwiegend im Alleingang eingespielt hat. Im folgenden werden wir hören und sehen, was der Multiinstrumentalist am Bass und an den Gitarren draufhat.

‚Musicology‘-Opener und Titel-Track des Albums, ist ein Prince-typisches angeshuffeltes Funk-Tune, dessen Basis ostinat durchlaufende Patterns von Drums, Bass und Rhythmusgitarre bilden. Beispiel 1a zeigt die Rhythmusgitarre mit einem eher ungewöhnlichen Voicing von B7. Wichtig ist das sorgfältige Abdämpfen der nicht gespielten Saiten. In Beispiel 1b sehen wir die Bass-Line von ,Musicology‘. Es ist von dieser Stelle unmöglich, definitiv zu sagen, ob hier Samples zum Einsatz kamen oder nicht. Der Höreindruck geht jedenfalls stark in die Richtung. Die Licks sind aber, wie auch im Video zu sehen, auf dem Bass spielbar ...

Midi

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Ausgabe 06/2004 ist ab Freitag, den 21. Mai im Handel.

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