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Beim Amp-Namen mag man ja schmunzeln. Doch lässt Herbie seiner Leistungskraft von 180 Watt freien Lauf, heißt es Ende mit lustig! Und Diezels Röhren-Monster sorgt zur Zeit für einige Furore, da US-Superstars wie Metallica, Korn gerne auf das deutsche Edelfabrikat zurück greifen. Herbert ist keine Erscheinung, die sich in mondänen Chic kleidet, im Mittelpunkt steht eher technisch nüchterne Eleganz. Das Frontgitter und das Bedienpanel wurden zwar nach den ersten Prototypen optisch noch weiter aufgepeppt, gut so, denn Gerüchten zufolge wollten die Amis das Design schon mit der „goldenen Zitrone" küren. Dass nun die Regler auf der Amp-Front beispielsweise keine Abdeckkappen tragen und schwarze Inbus-Schrauben preisgeben, ist von Amp-Designer Peter Diezel bewusst so gewählt. Wer will, bekommt Kappen frei Haus nachgeliefert. Wenn man den Amp eingehend betrachtet, entdeckt man einige liebevolle Detaillösungen, beispielsweise die Schaltlogik des Amps; die frontseitigen Schalter reagieren auf ein leichtes Antippen und zeigen mit blauen ultra-hellen Halogen-LEDs ihren Schaltstatus weithin sichtbar an, und eine Mute-Funktion lässt den Amp z. B. für den Gitarrenwechsel verstummen. Und wie schon beim Diezel VH-4 – dies ist nun schon ein ganzes Jahrzehnt her (Test in G&B 11/94) – sind die Schaltfunktionen allesamt MIDI-programmierbar. Ein starkes Plus für den Bühneneinsatz ... Stephan Neumeier
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