
| In seiner obligatorischen
Latzhose würde bequem die gesamte Walton-Familie Platz finden. Ohne Zweifel
ist der rotbärtige Redd Volkaert eine imposante Erscheinung. Dass er aber
Gitarre spielt wie der Teufel, sieht man ihm nicht unbedingt an. Genauso
wenig übrigens wie sein Alter – denn dieser Mann sieht wesentlich älter aus,
als er ist. Spuren eines Musikerlebens ? Wer weiß. Musikalisches Talent
wurde Redd Volkaert bei seiner Geburt im Jahre 1958 in
überdurchschnittlichem Maße in die Wiege gelegt, gewissermaßen als Ausgleich
zu seinen physischen Anlagen. Das war auch gut so, denn seine Finger kann
man nur als dick bezeichnen, und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Fast
wie Spielzeuge wirken Gitarren in seinen Händen. Normalerweise ist das nicht
gerade die klassische Voraussetzung, um eine Karriere als professioneller
Gitarrenspieler anzustreben. Genau dies hat er aber getan und er hat sein
Ziel erreicht – zu kurze, zu lange, zu dicke, zu dünne oder gar zu wenige
Finger sind schließlich immer nur Ausreden von lust- oder talentlosen
Gitarrenschülern. Redd Volkaert ist der perfekte Beweis dafür, dass
derartige Äußerlichkeiten kein Handicap sein müssen – wenn man nur will.
Vielleicht sollten Musiklehrer ein Bild von ihm im Unterrichtsraum
aufhängen: „Schaut her, liebe Kinder, es geht!" ....
story reinhard
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