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Die Retro-Welle machte sie wieder populär: Mike Matthews abgefahrene Electro-Harmonix-Treter! Sage und schreibe über 40 Gerätschaften umfaßte das Firmenprogramm zu früheren Glanzzeiten. Die bekanntesten Vertreter, wie den Big Muff Verzerrer, Small Stone Phaser oder Electric Mistress Flanger gibts heute wieder als Neuauflagen. Der Deluxe Memory Man schließt sich an eines der ersten Analog-Delays im Pedalformat überhaupt. Mike Matthews hatte wirklich eine außerordentliche Spürnase für innovative Ideen und Sounds. "Wartungsfreie" Delays waren zur Zeit der Band- und Scheiben-Echos mit ihren naturgegebenen Verschleißerscheinigungen natürlich eine Sensation. Heute, selbst neben ungleich leistungsfähigeren Digital-Prozessoren, sind diese Analog-Fossilien wieder gefragt. Dem cleanen, digitalen Sound mit perfektem Frequenzgang stellen diese Delays durch die Art der Effekterzeugung (sog. Eimerkettenspeicher) einen eigenen, spezifischen Charme gegenüber längst nicht so brillant in den Höhen, aber fetter und für viele Gitarristen einfach angenehmer im Klang. konstruktion Wie einst kommt das Gerät im "mindeststabilen" Faltblechgehäuse, stirnseitig bieten sich die Anschlußmöglichkeiten: Input, Echo-Out und Direct-Out wodurch sich ein Pseudo-Stereo-Effekt produzieren läßt ferner ist ein LED-gekoppelter Power-Switch und ein Chorus/Vibrato-Wahlschalter vorhanden. Die Stromversorgung des Pedals erfolgt über ein 18-V-Netzteil, Batteriebetrieb ist leider nicht möglich. Die Regelmöglichkeiten bieten für ein Analog-Delay, damals wie heute, eine recht vielversprechende Variabilität. Einzustellen sind Input-Level, was optisch über die Overload-LED kontrollierbar ist, "Blend" regelt das Verhältnis zwischen Direktsignal und Delay, "Feedback" die Anzahl der Echowiederholungen, "Delay" die Verzögerungszeit und "Chorus/Vibrato" schließlich die Intensität der Modulation; eine Effekt-Anzeige hat das Gerät dagegen nicht... Stephan Neumeier Mehr dazu in G&B 6/97. Jetzt am Kiosk! |