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Status Barracuda

Zur Einführung des neuen Barracuda-Basses lockt Status gleich mit einem limitierten Sondermodell. Dieser Leckerbissen ist komplett aus Edelhölzern gearbeitet und kommt mächtig nobel rüber – und das zum gleichen Preis wie der Standard-Barracuda.

Der Raubfischname paßt gut zu diesem imposanten Instrument, denn zahm wirkt der massig-dynamisch gestylte Fünfsaiter keinesfalls. Die Limited Edition unterscheidet sich vom Standardmodell nur in einem Punkt, aber der ist entscheidend. Während der Bass normalerweise einen dreistreifigen Ahornhals besitzt, ist die Sonderausgabe ganz aus dem edlen Korpusholz "Amazaque" gebaut.

konstruktion
Der massige Korpus erinnert in seiner Formgebung noch deutlich an den Jazz Bass, der ja auch schon dem von Status gebauten Trace-Elliot-Bass als Vorbild diente. Er ist aus zwei massiven, ausgesuchten Stücken Amazaque zusammengeleimt, was freilich nur bei kritischer Untersuchung zu erkennen ist. Wegen der ausgesuchten Maserung wirkt der Body wie einteilig. Das braunschwarz gezeichnete Tropenholz weist einen eigentümlich grünlichen Schimmer auf und erinnert nicht nur optisch an das etwas bekanntere Ovangkol.

Der aufgeschraubte Hals ist aus zwei breiten und einem schmaleren Mittelstreifen Amazaque gebaut und besitzt ein 2-Oktaven-Griffbrett aus Palisander. Die Jumbobünde sind tadellos auf Hochglanz poliert, ein homogener Leersaitensound wird durch einen Nullbund erreicht. Auffällig präzise ist der Edelholzhals in die Korpusausfräsung eingepaßt, und insgesamt scheint der hauchdünn mit Hartlack versiegelte Barracuda erstklassig verarbeitet.

Mechaniken: Auf der großen Kopfplatte sind fünf gekapselte Präzisionstuner von Gotoh montiert, und auch der solide Steg scheint nicht von schlechten Eltern. Die Steg-Grundplatte umfaßt die in Höhe und Oktavreinheit justierbaren Saitenreiter von drei Seiten und bietet mittels zweier Madenschrauben auch die Möglichkeit, die massigen Saitenreiter nach erfolgter Justierung klapperfrei festzusetzen. Von arretierbaren Gurthaltern scheinen die Briten wenig zu halten, dafür haben die konventionellen Gurtknöpfe Übergröße, so daß sich auch hier so schnell kein Tragegurt aushaken kann. Die Hardwarebestückung des Barracuda ist also insgesamt von hoher Güte.

Tonabnehmer/Elektronik: Obwohl es heutzutage eine Menge brummfreier Humbucker gibt, die gar nicht nach Humbucker klingen müssen, gibt es immer noch Leute, die "echte" Singlecoils für unersetzbar halten. Wenn diese dann, wie beim Status, durch besondere Schaltungstricks von ihrer nervenden Einstreuempfindlichkeit auch wirkungsvoll befreit werden, ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden. Wie beim T-Bass von Trace Elliot kommt hier eine magnetlose Kompensationsspule zum Einsatz, die das Brummen, welches die Singlecoils einfangen, durch einen entsprechenden Nebengeräuschanteil mit entgegengesetzter Phasenlage auslöscht. Letztendlich ist das ganze Gebilde dann zwar auch nichts anderes als eine Art Humbucker, aber bitte: Viele Wege führen zum Ziel, und die angewendete Methode arbeitet einwandfrei...

Mehr zum Thema "Fünfsaiter" erfährt man in Gitarre & Bass 07/97 – ab dem 13. Juni im Zeitschriftenhandel!

Dirk Groll

 

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