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Dem Mann ist in seiner langen Karriere schon so ziemlich alles passiert, was ein Musiker an Ups & Down erleben kann: Karrierestart mit einer Band, die heute Kultstatus genießt, Aufstieg mit einem der erfolgreichsten britischen Pop-Acts und zahlreiche Chart-Hits. Heute wird Peter Hook als wichtigster Post-Punk-Bassist der britischen Inseln gefeiert. Die Stationen: Joy Division, New Order und Revenge. Jetzt hat der britische Musiker ein neues Projekt am Start Monaco.... Mit dem tragischen Selbstmord des Joy-Division-Sänger Ian Curtis verlor der britische Underground 1980 eine(s) der hoffnungsvollsten Talente und Identifikationsfiguren der Szene die Musikwelt eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen Punk und Pop. Die restlichen Band-Mitglieder Bassist Peter Hook, Gitarrist Bernard Sumner" Dicken und Drummer Stephen Morris beschlossen mit einem neuem Sänger namens Gillian Gilbert einen weiteren Anlauf zu wagen: New Order. Markenzeichen: Perfekte Produktionen, eingängige Pop-Ohrwürmer, innovative Sounds und Arrangements. Peter Hook hatte neben Bernard Sumner den gewichtigsten kompositorischen Anteil am kometenhaften Aufstieg der Band. Mit seinem ungewöhnlichen Stil, der eher der Gitarristenrolle entlehnt war, schuf er mit prägnanten Bassläufen eine zweite Melodieführung zu den Vocal-Lines seines Frontmans New Order do it twice!" Mit diesem Erfolgsrezept wurde das Quartett in den 80er Jahren zum stilbildenden Vorbild für alle Pop-Bands der britischen Inseln. Obwohl New Order neben The Cure und Depeche Mode als dienstälteste Indie-Band gelten, wurde es Anfang der 90er, nach dem Konkurs ihres Factory"-Labels, ruhig um Peter Hook und Co. Alle Bandmitglieder kümmerten sich zunehmend um Side-Projects. Bernard Sumner und Ex-Smiths-Gitarrist Johnny Marr kollaborierten zu Electronic", Stephen Morris gründete zusammen mit Gillian Gilbert The Other Two" und Peter Hook rief mit Chris Jones und David Hicks Revenge" ins Leben. Nebenbei werkelten alle an Soundtracks und verlegten sich auf Produktionen von Nachwuchs-Bands. Keiner dieser Aktivitäten war jedoch nennenswerter Erfolg beschieden. Revenge war ziemlicher Müll", lautet auch das Fazit des heute 41jährigen Bassisten, der sich nun mit seinem neuen Sideman David Pottsy" Potts auf ein neues Projekt Monaco konzentriert. G&B: Tut mir leid, aber ich finde den Bandnamen einfach saublöd... Hook: Hmm also ich fand, es klang einfach gut. Das interessante war jedoch, daß die englische Presse meinte: Wenn ihr schon Monaco heißt, dann sollten wir die Interviews auch dort machen." Wir dachten: Yeah!!! Der Name hat also Vorteile... G&B: Glückwunsch, daß ihr euch nicht Sibirien genannt habt. Hook: Das stell ich mir jetzt besser nicht vor... G&B: Reden wir lieber über dein neues Album. Die englische Presse jubelt bereits: Wie New Order, mit einem Lächeln im Gesicht." Wie würdest du ,Music For Pleasure charakterisieren...? Das verriet Peter Hook Stefan Woldach dann während des Interviews. Es erscheint in der August-Ausgabe von Gitarre & Bass. Ab Freitag, 11. Juli am Kiosk! |