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Ein großer Name verpflichtet, und vor allem auf dem Feld der dicken Bassanlagen hat die amerikanische Marke Ampeg einen legendären Ruf zu verteidigen. Mit dem SVT IV PRO sollen die Bassisten bedient werden, denen ein Verstärker gar nicht genug Leistung liefern kann und die an ihrem Amp kein Feature und keine Betriebsmöglichkeit missen wollen. Das Ampeg-Flaggschiff ist kein Bassamp für alle, aber einer für alles. Verhältnismäßig kompakt auf 3 HE im 19"-Format gebracht, gehört der SVT IV PRO nicht nur zu den stärksten Bass-Vollverstärkern, sondern auch zu den kompliziertesten. Denn der gemischt in Röhren- und Transistortechnik aufgebaute Amp ist nicht nur mit einer allesumfassenden Vorstufen-Ausstattung gesegnet, sondern besitzt auch zwei Endstufen, die wahlweise gebrückt mono, stereo oder im Biamp-Modus benutzt werden können. Alles in allem 24 Anschlußbuchsen finden sich allein auf der Rückseite, und wer im Umgang mit anspruchsvollen Bassamps nicht besonders versiert ist, könnte hier schnell Angst bekommen. Die enormen Möglichkeiten, die dieser professionelle Bolide bietet, werden freilich in der ausführlichen Bedienungsanleitung gut erklärt. konstruktion Die Ampeg-typische Dreiband-Klangregelung ist mit einem halbparametrischen Mittenregler in der ungewöhnlichen LC-Schaltung ausgerüstet, für den 5 verschiedene Centerfrequenzen vorwählbar sind. Zusätzlich zu den kontinuierlich variablen Klangreglern stehen noch mit Tasten die Klangpresets Ultra Hi, Ultra Lo und Bright bereit. Per Taste oder Fußschalter ist eine zweite Klangregelung in Form eines neunbandigen Graphic EQs zuschaltbar, der Schaltstatus wird durch eine kleine LED angezeigt. Um Lautstärkesprünge je nach Klangeinstellung ausgleichen zu können, besitzt der EQ einen separaten Pegelsteller. In der Master-Sektion sind getrennte Volumenpotis für Wiedergabelautstärke und Line-Ausgänge vorhanden. Per Schalttaste können hier eingeschleifte Effektgeräte abgeschaltet werden (ggf. auch per Fußschalter möglich) und die eingebauten Schutzlimiter der Endstufen deaktiviert werden. Die Biamp-Trennfrequenz läßt sich stufenlos zwischen 50 Hz und 1 kHz vorwählen, und komfortablerweise ist hier noch ein Balancepoti vorhanden, wo man beim Biamping das Pegelverhältnis zwischen Baß- und Höhenweg variieren kann. Anschlüsse: Der vorne vorhandene Tuner-Anschluß steht auch noch einmal auf der Rückseite zur Verfügung. Der serielle Effekt-Einschleifweg ist sowohl für Mono- wie auch für Stereo-Effekte ausgelegt... Ü B E R S I C H T
Dirk Groll Dieser Testbericht erscheint ungekürzt, unzensiert und in voller Länge, in Gitarre & Bass 09/97. Ab Montag den 18.08. im Handel! |