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A.v Reininghaus
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Béla Fleck &
The Flecktones
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Neneh Cherry
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Core
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Dokken
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Paul Weller
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Didier
Lockwood
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John Lydon
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Meredith Brooks
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Michael Rose
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Deep Purple
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Robben Ford
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Joachim
Schönecker
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Sneaker Pimps
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Stevie Ray
Vaughan
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Van der Meer

 

ABI VON REININGHAUS
King Of Heart
g&b shop/bmg aris

Instrumentalmusik zwischen Rock, Pop, Jazz und Blues, überwiegend Mid-Tempo-Nummern und Balladen – der Münchner Abi von Reininghaus zeigt, was man auf diesem Gebiet anstellen kann, ohne sofort mit Vai, Satriani oder Johnson in Verbindung gebracht zu werden. Und so ist dieses teils europäisch-romantisch- wie in handwerklicher Hinsicht gutklingende Album einmal natürlich ein Nachweis seiner musikalischen Fähigkeiten als Komponist, Arrangeur und Gitarrist ohne eindeutige Stil-Präferenzen, auf der anderen Seite transportiert es eine Menge Musik, die man sich gut als Soundtrack vorstellen kann – Musik also, die Bilder zuläßt. Eingängige Melodien und sehr mainstreamige Strukturen bestimmen AVRs „Songs without words" – einige der zahlreichen Fans seines monatlichen Workshops in diesem Magazin werden sicherlich etwas „abgefahrenere, schrägere Sachen" von ihrem Meister erwartet haben; aber der predigt ihnen ja schließlich seit Jahren nicht nur den Mut zur Individualität, sondern auch Toleranz und Offenheit gegenüber jeder Art von gutgemachter Kunst. „Ich wollte – vielleicht verwunderlicherweise – keine Revolte, dafür war mir die Musik zu schade. Ich hatte immer den tiefen Wunsch zu zeigen, welche Kraft hinter aufrichtigen Gefühlen und Liebe steckt." Songs ohne Worte, aber mit viel Emotion. (ju)

JOACHIM SCHÖNECKER
Common Language
sunny moon/double time rec

Er ist Gitarrist, Anfang 30, studierte in Hilversum und Köln, und gehört eindeutig zu den stilsichersten Interpreten des modernen Jazz. Was Joachim Schönecker vor einem Jahr mit Pianist Larry Fuller, Bassist John Goldsby und Drummer Jeff Hamilton für Jamey Aebersolds Label „Double-Time Records" einspielte, ist eine Mischung aus eigenem Material, Fremdkompositionen und bekannten Standards. Und zeigt er sich einerseits als Single-Note-Player mit sehr eigenem, knochigem Ton, mit einer eleganten Phrasierung, die sowohl bekannte Klischee-Pass-Agen wie Virtuositäts-Beweisketten vermeidet, wird ausgerechnet bei Monks gerngefleddertem Meisterstück ,Round Midnight
die ganze Klasse dieses Instrumentalisten deutlich – solo. Halbakustischen Mainstream-Jazz interessant zu gestalten und dabei trotzdem Individualität zu zeigen ohne die Genre-Grenzen zu strapazieren, ist keine leichte Aufgabe. Er hats drauf. Jetzt muß Joachim sich nur noch eine internationale Schreibweise für seinen umlautigen Nachnamen einfallen lassen, der im Zusammenhang mit seinem Album in vier Varianten auftaucht. Aber in Deutschland kann ja auch niemand Guns N’ Roses schreiben. (Bestellungen an Sunny Moon, 0761 – 78622) (lt)

STEVIE RAY VAUGHAN & DOUBLE TROUBLE
Live At Carnegie Hall
sony/epic

Dieses Wohltätigkeitskonzert des erfolgreichen Blues-Rockers fand am 4. Oktober 1984 statt, und SRV, Drummer Chris Layton und Bassist Tommy Shannon spielten ihre bewährte Mischung aus Klassikern und eigenem Material – bis hierhin nichts Neues also. Allerdings spielen bei ca. der Hälfte der 14 Tracks noch eine Reihe anderer Musiker mit, u. a. Stevies Bruder Jimmie an der Gitarre, Dr. John an Piano und Orgel, die fünfköpfige „Roomful Of Blues Horn Section" und bei einer Nummer die Sängerin Angela Strehli. Für Fans ein Muß, für SRV-Einsteiger empfehle ich sein Debüt-Album ,Texas Flood‘. (lt)

ROBBEN FORD
The Blues Collection
edel contraire
Das vorliegende Album stellt einen Längsschnitt durch Robben Fords Musikerkarriere dar, von seinen Anfängen in den frühen 70ern bis in die 90er Jahre, und enthält teilweise bisher unveröffentlichte Aufnahmen. Zu hören ist Robben mit Charlie Mussselwhite, der Charles Ford Band, Jimmy Whitherspoon und Fords eigenem Trio „The Blue Line". Der Klang der Songs variiert, da hier von Bändern mit unterschiedlicher Tonqualität gemastert worden ist. Was im Klartext heißt, daß einige Nummern ein bißchen muffig klingen, dies allerdings noch in einem akzetablen Rahmen. Kommen wir zur Musik, deren Qualität insgesamt OK ist: Die Platte zeigt deutlich, daß Ford sein bluesiges Gitarrenspiel im Laufe der Zeit um einige Fusion-Elemente erweiterte. Eine vor allem für Fans interessante CD. (am)

BÉLA FLECK & THE FLECKTONES
Live Art
wea

Sie sind seit Jahren der Insider-Tip: Banjo-Virtuose Béla Fleck, E-Bassist Victor Wooten, Sam Bush an der Mandoline und Herr Future Man an der „Synth Axe Drumitar". Bei ihren Live-Gigs – einige aus den Jahren ’92 bis ’96 sind auf dieser DoCD teilweise dokumentiert – kamen immer wieder hochkarätige Gäste dazu: Namen wie Paul McCandless und Branford Marsalis (sax), oder Chick Corea und Bruce Hornsby (p) sprechen für das Ansehen, das diese Band genießt. Was Bela, Vic & Co. an diversen elektrifizierten und akustischen Instrumenten betreiben, ist der hemmungslose Umgang mit jeglicher Art von ethnisch geprägter Instrumentalmusik. So werden US-Country, Südafrika-Folk-Pop, Reggae, britische Volkslieder, Fernöstliches, mal verspielt, mal mit klassisch virtuoser Strenge zu Bausteinen für den eigenwilligen Flecktones-Sound. Diese Selbstbedienung im Weltmusik-Markt geschieht dabei so unverkrampft und offen, daß die bekannten Ethno-Peinlichkeiten hier erst gar nicht aufkommen können. Für Fans von virtuoser, eingängiger wie anspruchsvoller Instrumentalmusik. (lt)

DIDIER LOCKWOOD
New York Rendezvous
fenn music/jms

Lockwood gehört zu den wichtigsten Jazz-Geigern des vergangenen Jahrzehnts, und, wie Kollege Jean-Luc Ponty, nicht zu den innovativsten. Dafür hat er ein solides Gefühl für stilsichere Interpretation entwickelt, für zupackende Themen und gute Bands. Begleitet wurde er bei diesen 1995 entstandenen Aufnahmen von Peter Erskine (dr), Dave Holland (b), Dave Kikoski (p) sowie zeitweise den Gästen David Liebman (sax), Gil Goldstein (acc) und Mike Stern (g). Abgesehen von den letzten beiden Tracks, den schwächeren des Albums, (mit Goldstein und Stern), geht es um swingenden, akustischen Mainstream, teilweise mit Bop-Energie. Solide. (ju)

MEREDITH BROOKS
Blurring The Edges
emi/capitol

Das Album und vor allem die Single ,Bitch‘ haben Erfolg, in den USA und allmählich läuft das Geschäft auch hier. Stilistisch kann man Meredith Brooks mit diesem Album in die Alanischublade stecken; aber wäre sie zuerst dagewesen, dann... Mal sehen, wie sich die sympathische Sängerin und Gitarristin noch weiterentwickelt – dieses runde Charts-taugliche Rock-Debüt läßt jedenfalls einiges erwarten. (lt)

CORE
Not Your Size
edel/marlboro
Sie kommen mitten aus Europa, aber klingen sie auch so...? Irgendwie schon. Und auf den Booklet-Fotos schauen Sängerin Sonja und ihre vier Mitmusiker so manisch-depressiv aus der Wäsche, daß man sich fragt, wie diese optimistische wie originelle Popmusik überhaupt entstehen konnte. Schöne Noise-Gitarren kontrastieren immer wieder die eingängigen Songs, und diese Band groovt permanent, egal ob die Nummer nun rockt oder funkt. Außerdem: Der Titelsong ,Not Your Size müßte eigentlich ein sicherer Hit werden. Gute Band. (lt)

SNEAKER PIMPS
Becoming X
Virgin
Vor einem Jahr erschien dieses Album bereits, jetzt liegt die trendy Remix-Version vor – mit neuem Cover und altem Namen – das muß man sich mal vorstellen. Das britische Rock-Quartett um Sängerin Kelli Dayton spielt weiterhin trippige, groovige Popmusik mit düsteren Ecken und scharfen Kanten – handmade. Wer die Sneaker Pimps noch nicht entdeckt hat, sollte das jetzt tun. (lt)

VAN DER MEER
Static Warp Bubble
polydor
Sängerin Susie van der Meer kommt tatsächlich von der Nordsee; mit einem Zwischenstop in Hildesheim gelangte sie in ihre neue Heimat Berlin – sie hat also von rauher Natur über Studentenstadt-Langeweile bis zur wendekadenten deutschen L.A.-Variante alles aufgesogen, was die Nordhälfte der Republik bietet. Natürlich klingt ihr neues Album, das sie zusammen mit Ben Lauber (dr) und Moses Schneider (b) produziert hat, etwas nach den Sneaker Pimps, allerdings geht der Trip hier stärker in Richtung Pop und kommt auch nicht vom Hop sondern spiegelt viel eher etwas von Velvet-Underground-Songs wider (so VUs ,I’ll Be Your Mirror‘-Gitarre im genialen ,Shakin’ An Ass‘) oder zitiert Bowie-Grooves der Berliner ,Heroes/Low/Lodger‘-Phase. Und dabei klingt das Ganze mehr als zeitgemäß nach den 90ern – Trance, Drum & Bass, alles schon mal gehört – bringt aber dabei die kleinen schrägen Zutaten, die aus einigen guten Songs ein gelungenes Album machen. Ein wirklich gelungenes Album... (lt)

NENEH CHERRY
Neneh Chérie Remixes
virgin
Auf dieser CD sind Neneh Cherrys Hits vom letzten Album ,Man von angesagten französichen Remixern verarbeitet worden. Wer eine Vorliebe für Remixes hat und Nenehs Musik mag, wird hier sehr gut bedient. Von den Original-Tracks ist manchmal nur noch die Gesangslinie übriggeblieben, ansonsten wurden Grooves, Sounds und Arrangements neu angelegt. Herausgekommen ist hierbei eine überaus tanzbare, druckvolle, kurzweilige Scheibe, die mit dem „La Funk Mob Remix" von „Woman" einen richtig mystischen Knaller enthält. Schön. (ds)

JOHN LYDON
Psycho’s Path
virgin
Mal abgesehen vom anstrengenden Gesang des Ex-PIL und -Sex-Pistols-Sängers bietet das erste richtige Solo-Album von John Lydon ein recht ansprechendes Programm. Lydon bekennt sich zur Jetzt-Zeit, verknüpft aktuelle Dance-Sounds mit ungewöhnlichen Song-Strukturen, und liefert obendrein nicht nur neue Stücke, sondern direkt auch noch deren Remixes dazu. Für letztere waren immerhin so angesagte Fachleute wie Leftfield, Moby und die Chemical Brothers engagiert, was diesem Album einen Extra-Kick gibt. (ds)

PAUL WELLER
Heavy Soul
mercury
Der Gitarren-Sound von Paul Weller erinnert immer ein wenig an Neil Young, und auch seine Songs kommen ähnlich rauh und ungeschliffen rüber. Allerdings läßt Weller anderen Instrumenten wie Piano, Streichern oder Percussion viel Raum. Stilistisch bewegt sich ,Heavy Soul zwischen dreckigem Rock und jazzig angehauchtem Soul/Funk mit Sixties-Feeling. Die Stücke klingen lebendig und vermitteln, vor allem Dank Wellers trockenem Gesang, eine Atmosphäre ohne gekünsteltes Pathos, wie man sie schon vom genialem ’93er Album ,Wild Wood kennt. ,Heavy Soul ist eine klasse neue Platte vom Britpop-Altmeister. (am)

DOKKEN
Shadowlife
bmg/rca
Als zuletzt in den 80ern erfolgreicher Metal-Act hat man es ja heutzutage nicht leicht: Spielt eine Band wie Dokken den alten Stiefel wie vor zehn Jahren, wollen’s nur die wenigsten hören, paßt man sich den gegenwärtigen Trends an, werden die alten Fans möglicherweise vergrault. Dokken haben sich trotzdem für letzteres entschieden und damit den richtigen Weg eingeschlagen. Hardrock mit einem Faible für Led Zeppelin, die Beatles und Hendrix ist die grobe Richtung, wobei die Songs einen dezenten Blues-Charakter besitzen. Das alles erinnert ein bißchen an Landau und die Raging Honkies, nur sind die Stücke von Dokken eingängiger und animieren mehr zum Mitschunkeln. Die Musik verbreitet Atmosphäre und bietet genau das, was man von einer guten Rock-’n’- Roll-Scheibe erwartet: Abgeh-Rocker, Midtempo-Groover und stimmungsvolle ruhige Nummern. Das sollte eigentlich auch die alten Fans überzeugen, und es bleibt zu hoffen, daß Dokken einige neue hinzugewinnen kann. Tip des Monats. (am)

DEEP PURPLE
Live At The Olympia
emi/spin
Während Ritchie Blackmore in Renaissance-Melodien schwelgt, rocken die alten Kollegen von Deep Purple wie eh und je durch die Weltgeschichte. Das vorliegende Live-Album dokumentiert dies eindrucksvoll, denn die Band ist immer noch in guter Form und präsentiert die alten Klassiker sowie aktuelles Material gleichermaßen überzeugend. Und Steve Morse zeigt hier definitiv, daß er mehr ist als nur ein Ersatz für Blackmore. (am)

MICHAEL ROSE
Dance Wicked
crs/heartbeat
Michael Rose, Ex-Leadsänger von Black Uhuru, legt mit ,Dance Wicked das definitive Reggae-Album dieses Jahres vor. Abgesehen von zwei peinlichen Bonus-Tracks, die wohl als Zugeständnis an den US-Markt zu verstehen sind, glänzt das Werk durch die gelungene Fusion von traditionsbewußten Roots mit modernen Dancehall-Klängen, was zu großen Teilen auf die Kappe des angesagten Produzenten-Duos Mafia & Fluxy gehen dürfte. Wenn ich mich nicht schwer irre, wird dieses Album in den nächsten Monaten auf jedem Reggae-Dance das Dach von der Hütte blasen. Wicked! (jk)

Diese und eine Menge weiterer CD-Besprechungen, sowie Interviews, Testberichte, Workshops, Transkriptionen, News etc. erscheinen in Gitarre & Bass 09/97. Ab Montag den 18. August im Handel!

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