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Hugh who?" Der Name sagt den meisten Menschen nichts, diese Stimme allerdings eine ganze Menge: Das ist doch der Sänger von den S******!" Stimmt. Aber das ist Geschichte. Denn auch zusammen mit seiner neuen Band zeigt sich Hugh Cornwell als Ausnahmetalent, was das Gespür für runde Songs und straighten Rock angeht. Herr Cornwell war natürlich Sänger und Gitarrist der legendären Stranglers mehr dazu in jedem Rock-Lexikon. Und Hugh Cornwell hat ein schönes neues Album gemacht: ,Guilty. So etwas gelingt natürlich nur zusammen mit einer guten Band: Hugh spielt bereits seit drei Jahren mit Steve Lawrence (b), Phil Andrews (kb), Chris Bell (dr) und Laurie Latham (perc) zusammen, und natürlich ist die Album-Besetzung auch das Live-Lineup die britische Band ist voraussichtlich noch in diesem Jahr auch in Kontinentaleuropa zu hören. Vor ,Guilty hatte Hugh Cornwell bereits 1993 ein Solo-Album eingespielt, die Veröffentlichung scheiterte nach endlosen Verzögerungen dann an finanziellen Problemen der damaligen Plattenfirma. Als dann eine neue Company gefunden war, und nach einem weiteren halben Jahr Wartezeit, sollte das Album endlich erscheinen. Natürlich meldete daraufhin Plattenfirma Nr. 1 wieder alte Rechte an, und seitdem liegt alles auf Eis. Das war ein Desaster", diagnostiziert Hugh etwas verbittert. Im Februar 1996 gingen Cornwell & Band dann wieder ins Studio, und im November war ein Rock-Song-Album produziert, wie man es nicht oft findet... übrigens ganz ohne Plattenfirma: Hugh Cornwell hat erst mal alles selbst bezahlt. Das ist schon hart, wenn man es auf diese Art macht." Aber die Investition und der Mut haben sich gelohnt: Inzwischen sind Label und Vetriebspartner gefunden, und es könnte diesmal funktionieren. Warum? Nun, dieses Album ist wirklich mal ein Grund, ganz offen dafür zu werben; denn was den halbtraditionellen Song/Rock-Bereich angeht (wie zeitgemäß ist eigentlich BritPop?) ist ,Guilty bescheiden ausgedrückt genial in jedem Fall das Beste, was in diesem Jahr aus dieser Ecke auftauchte. Vielleicht auch deshalb, weil man immer wieder heraushört, daß Cornwells musikalische Vorlieben nicht nur im Rock-Mainstream zu suchen sind: Can sind eine meiner Lieblings-Bands. Ebenso die erste Besetzung von Soft Machine, mit Kevin Ayers, Robert Wyatt und Mike Ratledge. Aber ich mag auch Hammond-Spieler wie Jimmy Smith und Booker T, ihr Sound ist heute wieder sehr populär." Und dieser Sound kommt natürlich auch in seiner eigenen Band nicht zu kurz. Hugh Cornwell hat ein beeindruckendes Album abgeliefert. Der Song-Anwalt meint: Schuldig! Ein ausführliches Interview mit Hugh Cornwell erscheint in Gitarre & Bass 09/97. Ab Montag den 18. August im Handel! Story:
Lothar Trampert |
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