Polytone Mega Brain

Polytone Mega Brain

Die Firma Polytone produziert seit vielen Jahren Verstärker, die sich vor allem durch ihre Robustheit und Transportfähigkeit auszeichnen. Das hier vorliegende neue Modell eines Polytone Mega Brain ist im Grunde genommen ein etwas abgespeckter Minibrute Verstärker (siehe Test im Oktober ’96), der ohne einen Lautsprecher auskommt. Es handelt sich also um eine Gitarrenvorstufe mit einer Endstufe.

konstruktion
Das Gehäuse ist aus 18 mm Preßspan gefertigt und mit strukturiertem schwarzen Kunstleder überzogen. Es hinterläßt mit dem oben angebrachten Tragegriff und den vier Gummifüßen einen sehr kompakten und soliden Eindruck. Die 12 mm starke Abdeckplatte ist mit zwei Schrauben und Unterlegscheiben an der Unterseite des Verstärkers befestigt. An dieser Abdeckplatte sind der Netztrafo und die Endstufenplatine befestigt, die sich in einem abgeschirmten Metallkasten befindet. Die ausreichend langen Kabelverbindungen ins Innere des Amps sind mit durchnumerierten Steckverbindungen versehen, so daß eventuell nötige Reparaturarbeiten sehr erleichtert werden. Im übrigen macht das Innenleben des Mega Brain einen sehr übersichtlichen und aufgeräumten Eindruck.

Bedienungselemente: Der Mega Brain ist ein zweikanaliger Verstärker mit zwei Eingängen (Hi/Lo) für Instrumente mit unterschiedlichen Pegeln. Die Kanäle sind allerdings nicht getrennt regelbar, was bedeutet, daß man nicht mit zwei Gitarren über diesen Verstärker spielen kann. Vielmehr kann zwischen den beiden Kanälen per Hand durch Drehen des Gain-Potis hin- und hergeschaltet werden. Dieses Poti hat einen integrierten Schalter, der mit einem deutlichen Klick den Overdrive-Kanal ein- und ausschaltet. Hier vermisse ich sowohl eine LED für die Kanalanzeige als auch den nicht zum Lieferumfang gehörenden Fußschalter für die Kanalumschaltung. So kann es passieren, daß man den Overdrive-Kanal ein- oder ausgeschaltet hat, ohne es zu merken. Der Overdrive-Kanal hat neben diesem bereits erwähnten Gain-Regler noch ein Drive-Poti, mit dem man den Grad der Verzerrung einstellen kann. Der cleane Kanal hat einen einfachen Volume (bzw. Gain) Regler. Der Equalizer mit den Reglern Bass, Middle, Treble sowie die Regler für Reverb und Master haben Auswirkung auf beide Kanäle. Zusätzlich steht ein Höhenumschalter zur Verfügung, mit dem man die hohen Frequenzen um 10 dB anheben oder absenken kann. Der parallele Einschleifweg verfügt ebenfalls über einen Gain-Regler, mit dem man den Anteil des Ausgangspegels eines angeschlossenen externen Effektgeräts steuern kann.

praxis
Der Mega Brain produziert einen warmen Sound, den man problemlos in vielen musikalischen Situationen verwenden kann...

Frank Haunschild

Dieser Testbericht erscheint ungekürzt, und in voller Länge, in Gitarre & Bass 09/97. Ab Montag den 18.08. im Handel!

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