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Man nannte ihn einst Englands Leo Fender" ein Titel, der zwar plakativ ist, aber nicht ganz den Kern der Wahrheit trifft. Jim Burns ist zwar ebenso wie einst Leo Fender ein heller Kopf mit einem rastlosen Geist, aber den weltweiten Ruhm und den damit verbundenen monetären Erfolg, den Leo mit seinen Instrumenten erreichte, war dem bescheidenen Jim nie vergönnt. Ihre Hochkonjunktur feierte die Firma Burns in den Jahren zwischen 1959 und 1965. Danach wurde und dies ist eine Parallele zu Fenders Historie Burns an einen Großkonzern (hier: Baldwin) veräußert, der die Burns-Instrumente in großem Stil vermarkten wollte. Jim Burns selbst verließ diese neue Firma und arbeitete in verschiedenen Berufen, unter anderem entwickelte er sogar eine neuartige Zahnbürste! 1969 war er Produktmanager der Marke Hayman", die von Dallas/Arbiter vermarktet wurde, wechselte aber bereits 1971 zu einem großen Einzelhändler, der mit Jim, seinem Namen und Know-how Burns-U.K." ins Leben rief. Da die Gitarren jedoch keinen Erfolg hatten, schloß auch diese Firma im Jahre 1977. Zwischen 79 und 84 wurden Gitarren unter dem Namen Jim Burns" produziert, u.a. auch die bekannten Scorpion"-Modelle, die aber nie an den Legenden-Status der Instrumente aus den 60er Jahren heranreichen konnten. Seit 1992 führt Barry Gibson, ein Burns-Enthusiast und talentierter englischer Gitarrenbauer, die Burns-Tradition fort und stellt in kompletter Handarbeit, in einer Art Customshop, mit einem kleinen Team mit Hilfe von Jim Burns himself penible Neuauflagen alter, klassischer Burns-Modelle her, u. a. auch die sicherlich bekannteste Gitarre dieser Firma überhaupt, das Hank-Marvin-Modell, das jedoch aus rechtlichen Gründen nun The Legend" heißen muß. Stimmt ja auch, irgendwie... Heinz Rebellius
Dieser Testbericht erscheint ungekürzt, unzensiert und in voller Länge, in Gitarre & Bass 10/97. Ab Freitag den 12.09. im Handel! |