
Yoursite präsentiert unglaubliche NEWCOMER & GEHEIMTIPPS, die jeder kennen sollte! Hier werden Bands & Musiker vorgestellt, die uns ein Päckchen schicken [CD, Info, Fotos] und von denen wir glauben, dass die Welt sie braucht.
Kontakt: Gitarre & Bass/YOURSITE, EMIL-HOFFMANN-STRASSE 13, D-50996 KÖLN. Und wer dann unter den Auserwählten ist, der landet nicht nur im Magazin sondern auch auf der G&B-Website. Mitmachen!
Da ist sie wieder, die fleißige Lieblings-Band der G&BRedaktion. Und auch diesmal schreckt die Spedition Sack vor nichts zurück: Denn auf ,Ein Sack Voll Weihnacht‘ widmet sie sich, die Dezemberfeste 2009 bis 2019 schon jetzt sicher im Visier, dem bekannten Liedgut rund um das Christkind, verpackt als eine Art Radio-Show. Die Höhepunkte sind zahlreich, wie etwa ,Jingle Bells‘ im Kaufhaus- Alleinunterhalter-Sound, das Dopete Doherty gewidmete ,Leise rieselt der Schnee‘ oder das schier unglaubliche ,Mary‘s Boychild‘. Da bleiben wirklich keine Wünsche mehr offen, gerade jetzt, in der vorfrühsommerlichen Vorweihnachtsphase. Zwischen der Musik gibt es fingierte Radio-Moderationen wie Hörerwünsche, Verkehrsfunk, inkl. Studiogäste. Diese CD ist definitiv eine Alternative zu Helge Schneiders legendärem Hörspiel ,Weihnachten bei Van Den Bergs“. Ganz klar, auch die Spediteure haben sich mit diesem Werk innerlich befreit und ihre Kindheitstraumatatatata therapeutisch aufgearbeitet. Unseren Glückwunsch dazu. ,Ein Sack Voll Weihnacht‘ ist für Menschen & Tiere mit Humor, einsame Fernfahrer & ihre Thermoskannen oder hyperventilierende Lametta-Allergiker aus Oer-Erkenschwick das perfekte Geschenk – gerade jetzt. ju&am
WWW.SPEDITION-SACK.DE

Im Sonido Gitarrenduo sind mit Marcus Hetzel und Alejandro Leon Pellegrin zwei sensitive Musiker am Werke. Pellegrins klare Acoustic-Linien und Hetzels weicher, semiakustischer E-Gitarren-Sound gehen auf ,Clara Vista‘ eine geschmackvolle Symbiose ein. Dabei spielt Hetzel teilweise auch auf der Akustischen, und sein Duo-Partner steuert mit Fretless-Bass und Percussion weitere Klangfarben bei. Wobei ihm gerade mit dem bundlosen Instrument einige geschmackvolle Parts gelungen sind, die für viel Atmosphäre sorgen. Stilistisch bewegt sich die Instrumentalmusik zwischen Latin, Flamenco und ein wenig Jazz. Die Stimmung des Albums ist eher melancholisch, hier werden kleine akustische Geschichten erzählt, die das Duo sauber & stimmungsvoll auf den Punkt gebracht hat. am

Torpedohead sind das Missing Link zwischen Mötley Crüe und den Hellacopters, und Freunde dieser Acts ahnen schon worum es geht: Das Trio aus Dreieich rockt auf ,Lovesick Avenue‘ tierisch nach vorne, spätestens im Refrain gibt’s dann die große hymnische Melodie à la Kiss oder Poison. In ruhigeren Nummern kommen auch mal bluesigere oder Country-Einflüsse durch, aber zusammengehalten wird alles durch eine Menge Punk-Energie. Als Einflüsse nennen die Musiker u. a. Acts wie die New York Dolls, Georgia Satellites, The Faces, The Clash und AC/DC. Passt alles! Eine absolut coole Band, die auch optisch viel street credibility versprüht. am

Gesang Al Forno, Gitarre Todd Rigatoni, Schlagzeug Ice Garcia, Bass The Ad, Keyboards Born Pesto – so lautet die Besetzung von Mr. Sushi. Der Live-Techniker heißt bestimmt P. Armesan ;-) ,So Elektrisch‘ heißt jedenfalls das Album der Leipziger Band, die mit einem frischen Rock-/Pop-Sound überzeugt, der in Richtung Nationalgalerie oder (der wieder aktiven) Selig geht. Richtig, gesungen wird in Deutsch, und Frontmann Forno klingt dabei ähnlich lässig wie Jan Plewka. Als weitere Einflüsse nennen die Musiker auf ihrer Website The Police, Clueso, Tele, Kettcar, U2, Counting Crows, Beatsteaks, Frank Zappa und The Doors. Hier sind runde Songs mit Mainstream- Potenzial zu erleben, die auch live bestimmt gut rüberkommen. am

Ein spannendes Instrumental- Album schickte uns der studierte Gitarrist Arthur Braitsch. Artnormal nennt der Mannheimer sein Projekt und seine CD, die im schön aufgemachten Digipak kommt. Im Trio mit Drums & Bass wird hier geschmackvoll zwischen Jazz, Funk und Fusion-Rock musiziert, insgesamt zehn Stücke, die viele verschiedene Stimmungen transportieren sind zu hören. Über funky Grooves und intelligente Bass-Lines beeindrucken dabei besonders die lebendigen Töne, die Braitsch aus seiner Strat und seiner ES-335 rausholt: mal dezent angezerrt, dann wieder cleaner. Da werden gesangliche Qualitäten erreicht, wie man sie etwa von Masterbender Jeff Beck kennt. Daneben werden hier clever und stilsicher Gitarren-Effekte eingesetzt, die ein 70s-Retro-Feeling aufkommen lassen; auf der anderen Seite wirken die Kompositionen dank Loop-Einsatzes sehr modern und extrem hip. Tolles Album, das über die Website des Künstlers erhältlich ist! am

Der in Husum lebende Gitarrist & Stratologe Sven Ketelsen unterrichtet an Musikschulen und ist in verschiedenen Projekten unterwegs, so z. B. in der schrillen 70er-Jahre-Schlager- Show-Band „Junge Leute brauchen Liebe“. Aber Sven hat auch noch eine ganz andere, eher nachdenkliche Saite: Der diplomierte Musiker hat zwei Lern-CDs eingespielt, die sich in erster Linie an Akustik-Solisten richtet. ,Horizonte‘ enthält zehn kurze Solo-Nummern für Fingerstyle- Gitarre. Im Vordergrund stehen dabei verschiedene Picking- Muster der eher lyrischen Sorte. ,Fairy Tales Of St. Louis‘ befasst sich mit den Spielarten der Blues-Gitarre. 16 kurze Übungsstücke bieten reichlich Material, um sich als Anfänger oder Fortgeschrittener in die blaue Materie einzuarbeiten. Hervorzuheben ist, dass auf beiden Alben Rhythmus-Pattern wirklich auf das Allernotwendigste reduziert wurden, sodass man sich sehr gut einarbeiten kann. Hier ging es also nicht um die große Kunst, sondern um die Vermittlung grundlegender Dinge. Die Notenbücher zu diesem brauchbaren Lehrmaterial sind ebenfalls im Fachhandel oder unter www.schell-music.de erhältlich. am

Vor kurzem haben wir in G&B die deutsche All-Girl-AC/DC-Tribute-Band „Hells Belles“ vorgestellt. Ein Pendant aus den USA nennt sich Thund Her Struck und spielt natürlich auf den AC/DC-Klassiker ,Thunderstruck‘ an. Und mit dem beginnt dann auch gleich ihre CD – und die klingt wirklich amtlich – das meint zumindest der AC/DC-TÜV Rheinland. Neben dem Sound überzeugt der weibliche Charme von Sängerin Dyna Shirasaki – eine wirklich starke Performerin, so wie die gesamte Band. Eine professionelle Angelegenheit, wie auch ein Blick auf den US-Tourplan zeigt, der fast so dicht ist wie der des Originals. Auf der Website gibt’s für alle Interessierten auch Soundfiles zum Anhören. Viel Spaß! am

Mit einem herrlich kaputten, bröckelnden Crunch-Gitarren-Sound beginnt das Mini- Album ,Werden Was Wir Sind‘ von Nungo. Insgesamt rockig geht das Trio aus Frankfurt ans Werk. Straight und auf den Punkt spielen Bass und Drums, die Gitarre agiert vielseitig, geboten werden viel Riff-Arbeit, gezupfte Parts oder einfach mal ein Schrammel-Brett, und einige Solo-Parts verraten Blues-Feeling. Die Band wechselt dynamisch zwischen ruhigeren und lauteren Parts, dazu wird in Deutsch gesungen. Eingängiger, moderner Alternative-Sound aus Hessen. Gute Band! am

Schweine-Rock rules! Mit viel Punk-Energie geben Boozed an zwei Gitarren, Bass, Drums und Vocals mächtig Gas. Ramones oder auch Airbourne kommen in den Sinn, in ruhigeren Momenten geht’s auch mal in Richtung Stones, aber besinnliche Minuten sind wirklich seltener auf diesem neuen Album namens ,One Mile‘. Kollege Nicke Andersson von den artverwandten Hellacopters hat übrigens bei einer Nummer ein Gitarren-Solo zum Besten gegeben. Boozed sind ab dem 21. März in Deutschland unterwegs, ,One Mile‘ erscheint am 08. Mai. Reinhören! am

Eine schöne Stimme besitzt Sängerin Mirjam Drost von der oberbayrischen Band Tamad. Sie kann rockiger klingen, etwa wie Melissa Etheridge, oder in einer Ballade melancholisch ihre Lyrics dahinhauchen und mit Falsett-Einlagen überzeugen. Ihre Mitmusiker an Gitarre, Bass und Drums erschaffen einen harmonischen Klangteppich, aufgepeppt wird der Sound mit weiteren Instrumenten wie u. a. Geige, Keyboards, Flöte und Didgeridoo. Sehr eingängig sind diese lockeren Songs zwischen Rock und Pop geraten – das Album von Tamad heißt übrigens ,zZzzleeep‘. Im Laufe ihrer Band-Historie konnte die Band schon bei verschiedenen Wettbewerben in Finalrunden und auf vorderen Rängen landen. Weiter so. am
Ausgabe 7/2009
ab dem 19.6. am Kiosk