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D. Szametat
Fingerpicking Guitar
Dieter Szametat stellt in seinem Lehrbuch, frei nach dem Motto All you can
eat", die grundlegenden Spieltechniken und Stilistiken der akustischen
Fingerpicking-Gitarre vor. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Der Abschnitt
Traditional Picking" beginnt mit einfachen Zupfmustern und steigert sich u. a.
über Rolling-Patterns bis hin zu Steady-Bass-Figuren. Obwohl alle Beispiele aus den
Bereichen Blues und Ragtime stammen, wird diesen beiden Stilen noch jeweils ein weiteres
Kapitel gewidmet. Abschnitt 2, Modern Picking-Style", zeigt z. B. einfache
Akkorderweiterungen, Pickings in verschiedenen Stimmungen und Spielweisen
(Bottleneck/Steelbar) mit Beispielen aus Country und Folk sowie einige in der Rockmusik
vorkommende Picking-Patterns. Szametat stellt auch Eigenkompositonen und an bekannte Songs
angelehnten Stücke in Tabulatur und Noten dar. Notenkenntnisse sind beim Arbeiten mit dem
Buch von Vorteil, ansonsten ist für Nichtnotisten die beiliegende CD bei der Umsetzung
eine gute Hilfe. Auch die einfache und übersichtliche Darstellung der Beispiele fällt
positiv ins Gewicht, so daß Szametats Buch insgesamt sehr brauchbar ist. Trotzdem bleibt
zu bezweifeln, ob sich das Buch gleichermaßen an Anfänger und Fortgeschrittene richtet,
denn grundlegende technische Fähigkeiten am Instrument werden stillschweigend
vorausgesetzt. Hier wäre zur Illustration sicherlich das ein oder andere Foto angebracht
gewesen. (am)
AMA Verlag, 1997; ISBN
3-927190-80-2; 211 Seiten; Preis ca. DM 45,- (incl. CD)
Jerry Donahues Telemaster Guitar
Telecat Jerry Donahue, bekannt u. a. durch seine Band
Hellecasters, präsentiert in diesem Buch Beispiele seiner vom Country beeinflußten
außergewöhnlichen und virtuosen Gitarrentechnik. Nach einigen einführenden Licks gibt
es verschiedene Behind The Nut"-Bendings sein Markenzeichen schlechthin.
Hierbei wird eine Tonhöhenverschiebung einzelner Töne innerhalb eines Laufes nicht wie
gewöhnlich durch das Ziehen der Saiten erreicht, sondern durch das Herunterdrücken der
Saite hinter dem Sattel, wodurch der Sound einer Pedalsteel imitiert wird. In einem
nächsten größeren Abschnitt werden Picking-Techniken vorgestellt, bis schließlich am
Ende des Buches zwei komplette Stücke behandelt werden. Die Beispiele (in Tabulatur und
Noten dargestellt) werden auf der beiliegenden CD einmal schnell und einmal langsam
vorgeführt; zudem kommentiert Donahue seine Licks und Riffs, was eine gute Hilfe ist
vorausgesetzt man ist ausreichend der englischen Sprache mächtig.
Zugegebenermaßen ist das ebenfalls in englisch verfaßte Buch nicht sehr dick
ausgefallen, trotzdem bietet es aufgrund des anspruchsvollen Materials genügend
Übungsstoff für lange Winterabende. (am)
IMP, 1997; Best.-Nr 5209A, 32
Seiten; Preis ca. DM 45,- (incl. CD)
Guitars
Gitarren einer Ausstellung
Wenn ein Jahr zu Ende geht, wird es Zeit für einen neuen
Kalender. Da zufälligerweise fast gleichzeitig Weihnachten stattfindet, liegt nichts
näher, als eben einen solchen zum Fest zu schenken. Für jedes Hobby gibt es Kalender:
Hunde, Katzen, Pferde, Autos, Porno usw. Nun gibt es einen neuen Gitarrenkalender, der
manch einem Weihnachtsmann das Problem mit einem passenden Geschenk erleichtern könnte.
Vor einem Jahr, im Winter 96/97 fand im Musikinstrumentenmusem Berlin eine große
Ausstellung mit deutschen und amerikanischen Gitarren aus dem 20. Jahrhundert statt.
Rainer Kordus, der geistige Vater und Mitorganisator dieser fabelhaften Ausstellung, hat
ausgesuchte Instrumente aus dieser Schau noch einmal fotografiert und zu einem Kalender
zusammengestellt. Acht der 13 Motive (12 Monate plus Deckblatt) sind hochwertigen
Jazz-Gitarren gewidmet. Natürlich findet man amerikanische Spitzenprodukte von Gibson
oder DAquisto, aber auch europäische Fabrikate aus den Häusern Framus, Höfner,
Lang, Neubauer oder Levin stehen für die Klasse der hiesigen Gitarrenbauer. Die übrigen
Blätter zeigen Instrumente, die man nicht jeden Tag sieht: eine ganz frühe Gibson
Mandoline, eine Rickenbacher Frying Pan" oder eine National Resonator. Die
Fotos sind auf hochwertigen Papier im Format DIN A2 gedruckt. Sie sind so gestaltet, daß
man sie am Ende des Jahres problemlos einrahmen und als zeitlosen Wandschmuck genießen
kann. Bei einem Preis von ca. DM 59, paßt der Kalender sicher noch auf den ein oder
anderen Wunschzettel. (cm)
Bezugsadresse: R. Kordus,
Sprembergerstr. 6, D-12047 Berlin
Das alles & noch viel mehr kann man in Gitarre &
Bass nachlesen. Die G&B-Ausgabe 01/98 ist ab Freitag 12. Dezember 1997 im Handel. |