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Klein und handlich, dabei im Design ebenso ein Schuß Vintage wie eine Dosis HighTech: Der Klystron Bass Magnifier von Ashdown ist ein schöner und praktischer Bassamp, dem man seine 400-Watt-Potenz nicht sofort ansieht. Und er kommt aus erfahrener Hand: Ashdown-Chef Mark Gooday ist nämlich der ehemalige Produktmanager von Trace Elliot, und Ashdown war übrigens der frühere Mädchenname seiner Frau. Das Programm der jungen Bassfirma umfaßt mehrere verschieden starke Topteile und eine ganze Reihe von Bassboxen. Bei gleicher Vorstufenausstattung gibt es den Klystron-Amp auch mit kleinerer 200-Watt-Endstufe sowie als 800-Watt-Gerät mit zwei 400er Endstufen. Zwei Boxenserien sind in ihrer Belastbarkeit auf die 200- und die 400-Watt-Endstufen abgestimmt, dann gibt es noch die Großboxen mit 8 Zehnzöllern bzw. einem Fünfzehner und zwei Zehnern für das 800-Watt-Top. Für unser 400er Basstop bietet Ashhdown eine 15"-Box mit und ohne Hochtonhorn, eine große eine 2´ 10" und eine 4´ 10"-Box, wobei wir letztere hier zusammen mit dem Amp kurz vorstellen wollen. Verstärker Die Vorstufe erscheint reichhaltig bestückt und trotzdem übersichtlich, wobei natürlich zuerst das schöne Zeigerinstrument für die Aussteuerungskontrolle auffällt. Dabei handelt es sich übrigens nicht um optischen Schnickschnack, das Teil erweist sich nämlich in der Praxis als aussagekräftig und hilfreich. Zwei verschieden angepaßte Klinkeneingänge stehen für passive und aktive Bässe bereit. Der High-Eingang besitzt 6 dB mehr Empfindlichkeit und eine sehr hohe Eingangsimpedanz von 3,9 Megohm, damit auch bei ausgesprochen hochohmigen Passivbässen maximale Brillanz und Lebendigkeit gewährleistet ist. Für aktive Bässe ist der Lo-Eingang hingegen recht niederohmig (10 Kiloohm) ausgelegt. Zwei Eingangsstufen, Transistor und Röhre, sind per Überblendregler (clean = Transistor, grind = Röhre) mischbar. Die eingebaute Doppeltriode ECC83 wird tatsächlich über einen eigenen Hochspannungsnetzteil mit angemessener Spannung versorgt, schließlich soll das Teil ja nicht nur Zierde sein. Ähnlich den verbreiteten PreShape-Filtern ist der Ashdown mit einem Klangpreset ausgestattet, um ein brillantes, aber druckvolles Klangbild zu erzeugen. An der Push Flat"-Taste läßt sich ein geradliniger Frequenzverlauf einschalten. Der zuschaltbare 7-Band-Equalizer zeichnet sich zuerst durch die kluge Gestaltung aus; die drei wichtigsten Klangbereiche Bässe, Mitten und Höhen sind einfach an drei großen Drehreglern variierbar, während zweimal zwei Frequenzbänder dazwischen etwas versteckter durch Schiebepotis beeinflußbar sind. Schneller direkter Zugriff auf die wichtigen Bereiche und die feineren Einstellvarianten, so angebracht, daß sie nicht die Einfachheit der Bedienung befrachten, und daß man sie nicht versehentlich verstellt ein gutes Konzept, welches tatsächlich Vorteile in der Praxis beweist und dennoch umfangreiche Möglichkeiten birgt ... Dirk Groll |