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Beidseits des Äquators Was hat die brasilianische Gitarristin Badi Assad mit Tom Morello von Rage Against The Machine, Ben Harper und Charlie Hunter gemeinsam? Sie wurden gemeinsam vom amerikanischen Guitar Player Magazin zu den herausragenden Talenten gezählt, die das Gitarrenspiel der 90er Jahre revolutionieren würden. Was Badi Assad von ihren Kollegen unterscheidet? Ihr viertes Werk ,Rhythms wurde 1995 zum Best Classical Album" des Jahres, und die sympathische Musikerin zum Best Acoustic Fingerstyle Player" gekürt. Mit ihrem neuen Album ,Chameleon verbindet die virtuose Mittzwanzigerin mit spielerischer Leichtigkeit nun erstmals lateinamerikanische Rhythmen mit Pop- und Fusion-Jazz-Elementen der nördlichen Hemisphäre. Ihr Label-Chef Lee Ritenour dürfte sich bei der Produktion dieses Albums mit Freude an seine eigene ,Rio Samba-Periode erinnert haben... Geradezu hypnotisierend", beschrieb die Los Angeles Times" Performance, Songs und Auftreten der zierlichen Brasilianerin. Zugegeben, man muß die Gitarristin aus Sao Joao da Boa Vista live gesehen haben, um den Zauber ihrer Performance in ganzer Tiefe auszuloten. Badi Assad ist eine traumhaft sichere Wandlerin zwischen den musikalischen Welten, eine versierte Instrumentalistin und Sängerin, die nicht nur auf dem Griffbrett für so manche Überraschung gut ist: Mit ihrer Vocal-Performance", aus Zisch-, Popp- und Tierlauten, aus Zungenschnalzen, Gurren und Knurren, fühlt man sich mit geschlossenen Augen irgendwo in den tropischen Regenwald versetzt. Klar, die studierte Musikerin pflegt ihre brasilianischen Wurzeln und wird in ihrer Heimat nicht umsonst auf eine Stufe mit Größen wie Milton Nascimento, Hermeto Pascoal und Dorti Caymni gestellt.
G&B: Du wirst von den Musikmedien nicht nur als herausragende Musikerin, sondern auch als One Woman Band" bezeichnet. Kannst du das näher erklären? Badi: Nun, ich habe eine Art der Performance entwickelt, bei der ich mehr als nur Gitarre spiele und mehr als nur einen Sound zur gleichen Zeit schaffen kann. Wenn du die Augen schließt, hast du den Eindruck, es stünden drei Musiker auf der Bühne. Bei einigen Songs spiele ich Gitarre nur mit der linken Hand, bediene mit der anderen irgendwelche Percussion-Instrumente oder trommle auf dem Gitarrenkorpus, singe und mache Geräusche mit dem Mund das, was ich Vocal-Percussion" nenne. Es ist eine one-woman-band! ... Story: Stefan Woldach
Die komplette Story mit und noch viel mehr kann man in Gitarre & Bass 04/98 nachlesen. Ab Freitag den 13. März im Handel! |