![]() Joey Baron |
![]() BIF |
![]() D.Garfield |
![]() Imani Coppola |
![]() Natty U |
![]() Kraan |
![]() Guitarland |
![]() Big Wreck |
![]() Ian Brown |
![]() James Iha |
![]() Harvey Mandel |
![]() Artifical Joy Club |
![]() Eagle-Eye Cherry |
![]() R.Leykam & Frank Mark |
![]() Everybody want some |
| V.A.:
ADVENTURES IN GUITARLAND The New German Guitar Generation g&b shop/metalimbo Ein guter wie gutgemachter Sampler zum Thema GuiDar" was treibt die Gitarristen-Generation nach Kriegel und Sagmeister in Deutschland. Und in diesem Zusammenhang tauchen für G&B-Leser bekannte Namen auf: Alex Gunia, Torsten De Winkel, Philipp Van Endert, Franz Holtmann, Frank Haunschild, Susan Weinert, Joachim Schönecker, Frank Nimsgern, Norbert Scholly, Werner Neumann, Markus Segschneider, Peter Wölpl, Roland Gebhardt, Jazz Pistols, Thomas Langer und Markus Winstroer sind hier vertreten, teils mit unveröffentlichten Aufnahmen. Stilistisch wird, übrigens fast ausschließlich in Trio- oder Quartett-Besetzung, ein Spektrum von traditionelleren Jazz-Ansätzen bis zu schrägem Crossover und glattem Funk abgedeckt. Das musikalische Niveau, auf dem hier gespielt wird, ist durchweg beachtlich. Besonders schön: Dieses Album funktioniert nicht nur als Dokument einer speziellen Szene, man kann es auch ganz einfach durchhören, wenn man Spaß an jazziger Gitarrenmusik hat; ergänzende Information zu jedem Interpreten liefert ein schön gestaltetes Booklet. Eine runde Sache mit Abwechslung & Stil. lt DAVID GARFIELD & THE CATS THE JIMI
HENDRIX MUSIC FESTIVAL V.A.:
EVERYBODY WANTS SOME DEVIN TOWNSEND HARVEY MANDEL JAMES IHA
KRAAN CHARLES MINGUS PEARL JAM STRANGELOVE MARK HOLLIS
IAN BROWN
EAGLE-EYE CHERRY
HUGO RACE
& THE TRUE SPIRIT PIERRE
BENSUSAN & DIDIER MALHERBE NATTY U PARACUMBE TIBETAN FREEDOM
CONCERT PETER
FINGER & FLORIAN POSER V.A.
AN AMERICAN WEREWOLF IN PARIS ANAKIN |
| TIP$z + HIT$PETER GLANZMANN heißt der Schweizer Gitarrist, dessen neues
Album ,The Elephants Walk instrumentalen Gitarren-Rock in gekonnter Interpretation
präsentiert. Virtuos und mit Gefühl spielt sich Glanzmann durch Balladen und Rocker,
wobei er nie versucht, die Wahrheit neu zu erfinden: Joe Satriani, Steve Morse und ein
Hauch europäische Romantik bestimmen seine Kompositionen. Das Album kann (für sFr
30, inkl. Porto & Verpackung) bestellt werden unter T (0044) (0)55
2463214 l Zwei interessante Aufnahmen von Flächenmeister BILL FRISELL liegen vor:
Zusammen mit dem Jazz-Geiger MICHAEL WHITE hat der Gitarrist mit ,Motion
Pictures (smd/intuition) ein stimmungsvolles, ruhiges Album eingespielt, das seine
eigenwillige Spielweise transparenter denn je macht. Schräg & schön.
Etwas aktueller ist Frisells Aufnahme ,Down Home, die er mit der Band von Drummer JOEY BARON eingespielt hat (smd/intuition). Hier, zusammen mit Ron Carter (b) und dem fantastischen Arthur Blythe (sax), zeigt sich Bill von seiner braven Saite und, wer hätte es gedacht: Er kann auch grooven wie ein Tier, im ganz traditionellen swingenden, Mainstream-Kontext. Interessant, nie zu glatt & fast immer eigenwillig. l Elf Jahre alt sind die Aufnahmen von LARRY CORYELL & MIROSLAV VITOUS keine Frage, daß diese Duo-Platte ,Quartet heißt (jazzpoint); gewidmet ist sie (den imaginären Mitspielern?), dem Pianisten Bill Evans und seinem legendären Bassisten Scott LaFaro. Interpretiert werden bekannte Standards wie ,Someday My Prince Will Come, ,Solar, ,Autumn Leaves, ,Stella By Starlight etc., die vor allem durch Vitous Improvisationen am Kontrabaß ihren Reiz haben. l Bleiben wir beim Bass: TONY LEVIN, u. a. bekannt durch seine Nebenrollen bei Peter Gabriel und King Crimson, wie auch als Experte für den Chapman-Stick ist auf drei Alben zu hören, die in den vergangenen Monaten erschienen: ,From The Caves Of The Iron Mountain (discipline global mobile) entstand zusammen mit dem Flötisten Steve Gorn und Percussion-Spezialist Jerry Marotta in einem alten Bergwerk: Meditative & atmosphärische, sehr transparente Instrumentalmusik mit CD-Video-Track. l In der Band von Gitarrist JOHN DURANT geht Tony Levin ähnlich sensibel zur Sache: ,Silent Extinction Beyond The Zero (efa/alchemy) klingt wie eine gute Mick-Karn- oder David-Torn-Platte letzterer saß hier übrigens am Pult. Dieses Trio (mit Drummer Vinny Sabatino) bringt improvisationslastige Ambient-Gitarren-Sounds mit weiten Spannungsbögen und langen Tönen bei gelegentlich knapper kompositorischer Substanz. l Aber LEVIN kann auch abrocken: Zusammen mit Drummer Terry BOZZIO und Gitarrist Steve STEVENS entstand ,Black Light Syndrome (magna carta/mascot), und hier geht es um instrumentalen Gitarren-Rock mit Jazz-Schrägen, Blues-Rauheit, Flamenco-Virtuosität, einer bizarren Ballade... kurz: ein Album mit Überraschungspotential. Empfehlenswert! Gitarren & Synthesizer bestimmen die einzigartige Klangwelt von ROMAN LEYKAM & FRANK MARK. ,Instant Influx (semaphore) ist ihr viertes gemeinsames Album, und zeigt Konsequenz: Weiterhin wird viel spontan erarbeitet, weiterhin steht Sound" vor Kompositionsstruktur", weiterhin ist Raum" wichtiger als Zeit". Als Blend Of Impulsive-Ambient-Instrumental-Experimental" charakterisieren die Klangskulpteure ihre Musik. Die CDs von Leykam & Mark werden einmal gesuchte Sammlerstücke sein. l Merkwürdig-schrägen Minimal-Pop spielen die beiden Multiinstrumentalisten Martin Birke & Aaron Kinney, alias CASUALTY PARK: ,Telepathy (semaphore) heißt ihr minimalistisch angehauchtes viertes Album, das Sample-Technologie und Handmade-Philosophie verbindet. Daß die Musik im sonnigen California entstand, glaubt man kaum da klingt eher britische Pop-Coolness der 80er und NY/europäische Nervös-Jazz-Avantgarde mit. Verrückt! l Moderner schräger Elektro-Pop kann aber auch positiv gestimmt sein... und schon nennt mans Easy Listening. Na ja, nicht ganz, aber AIR haben mit ,Moon Safari (virgin) die Gratwanderung zwischen kitschiger Pop-Kultur und künstlerischer Intelligenz gemeistert. Ihre Kompositionen aus sparsamen Hooklines (,Sexy Boy), sentimentalen Melodien, tiefgründigen Sounds, eingängiger Harmonik und unaufdringlichen Grooves haben Charakter ob Instrumental oder Song. Cest Pop-Müzik! Schönen, gelegentlich auch schrägen Pop mit coolen Acoustic-Gitarren schenkt uns IMANI COPPOLA mit ,Chupacabra, was übersetzt ungefähr heißt: Ich möchte reich und berühmt werden. Schön und talentiert ist die junge Sängerin schon, und sie kann in Zukunft in einem Atemzug mit Erykah Badu, Neneh Cherry oder Claudia Jung genannt werden ohne allerdings deren Tiefe(n) zu erreichen (sony/columbia). Aber: Sehr, sehr schöner Frühjahrs-Pop! Bei ihrem Debüt hieß die kanadische Sängerin BIF noch Naked mit Nachnamen inzwischen hat ihr wohl jemand ein Mäntelchen über die von zahlreichen Tätowierungen verzierte zarte Haut gelegt. Und auch das Image hat sich etwas geändert. Früher blickte sie vom Album-Cover, wie jemand, der kleinen Jungs weh tut beim aktuellen Werk könnte man sich das durchaus gefallen lassen ohne die Adresse vom örtlichen Männerhaus in der Tasche. ,I Bificus (sony/epic) wird Bif allerdings kaum zum Teenie-Idol der 90er werden lassen, wie die Plattenfirma vermutet dafür ist sie einfach immer noch too much rock n roll. Ein schönes, Gitarren-lastiges Album, das Spaß macht, und nach zwei Mal anhören hooked. Gut. l Ebenfalls aus Canada stammen ARTIFICIAL JOY CLUB, und auch hier hat eine Frau das Singen: Sal heißt sie, und ihre Stimme paßt zur selbstgewählten Schubladenbezeichnung der Musik von ,Melt (universal): Junk Pop" braucht nun mal eine scharfe Röhre. Die zehn Songs des Albums knallen ausnahmslos, die Gitarren schrammeln intelligent arrangiert durch runde Songs. Konkurrenz für Garbage & Skunk Anansie? Yo! Death Metal Original & Parodie liegen hier bekanntlich nahe beieinander: MORBID ANGEL, das Trio um Gitarrist & Composer Trey Azagthoth, klingt auf dem aktuellen Werk ,Formulas Fatal To The Flesh (intercord/earache) wie das Tier von den Muppets im Stahlwerk. Aber der gute Trey outet sich auf seiner Siebensaitigen als fähiger, schräger Individualist. Fürchterlich, aber dann auch irgendwie... verrückt. l Wer sein Leben lieber in Ruhe zu Ende bringt, kann sich dagegen mit QUADRO NUEVO begnügen. Das Quartet (sax, g, accordeon, b) interpretiert eigene und klassische Melodien (,Nature Boy, ,Kommissar Maigret) im sentimentalen Tango-Sound das zum Glück mit Humor. Stimmungsvoll: Die Easy-Listening-Alternative. lt STATUS QUO spielen seit knapp 300 Jahren die gleichen 3 Akkorde, und das machen sie einfach unnachahmlich. Ja, sie sind gut, und deshalb gibt es jetzt die DoCD ,Whatever You Want The Very Best Of Status Quo (mercury/polydor) mit über 150 Minuten Spieldauer (!), die alle Klassiker und Hits bietet. Wer erinnert sich nicht gerne an Christopher Lee in der Rolle des Dr. Fu Manchu. Die Band zum Film gibts schon seit längerem: FU MANCHU vermixen auf ihrem aktuellen Album ,The Action Is Go (polydor) die 70er Rockmusik so wild es geht. Herausgekommen ist eine heftige und coole Mischung zwischen Punk und Hardrock. Antesten!!! Das gleiche gilt für BIG WRECK, deren Musik auf dem neuen Album ,In Loving Memory Of... (tis/eastwest) wie eine poppige Ausgabe von Soundgarden klingt. Außerdem sind hier schöne Slide-Gitarren zu hören. Eine Band mit Potential. Schon seit vierzehn Jahren läuft OHNE FILTER im Fernsehen und beglückt die Zuschauer mit live vorgetragenem und handgemachtem Blues, Rock, Soul, Funk und Jazz. Um so unverständlicher ist es, warum die ,Ohne Filter Vol. 4-Compilation nicht die Live-Mitschnitte der Fernsehaufzeichnungen beinhaltet, sondern bereits veröffentlichtes Studiomaterial. Die Musikzusammenstellung stimmt: Keb Mo, Average White Band, Los Lobotomys, Popa Chubby, Michael Hills Blues Mob... da bleibt einfach nur die Hoffnung auf einen günstigen VK-Preis. am Das alles & und noch viel mehr kann man in Gitarre & Bass 04/98 nachlesen. Ab Freitag den 13. März im Handel! |