Namm L.A. 98

Die wichtigste Neuigkeit zuerst: Die NAMM-Show ist für die nächsten drei Jahre vom beschaulichen, familiären Anaheim (Disneyland) ins Convention Center Los Angeles, Down Town, umgezogen. Die Folgen: größere Hallen, mehr Ausstellungsfläche, weitere Wege (Aua, meine Füße) und leider etwas weniger Kommunikation untereinander.

Ansonsten gab es in diesem Jahr zwar viel Neues zu bestaunen, aber im Gitarre & Bass & Amp & Effekte-Bereich ist kaum Neues zu erkennen. Die sensationelle Neuigkeit kommt aus dem Recording-Bereich, wo Yamaha mit einer Steckkarte für den PC Wellen schlägt: Unter der Bezeichnung DSP-Factory wird eine PCI-Steckkarte angeboten, die ein komplettes programmierbares 02R Mischpult plus 16 Spuren 32-bit Harddisc-Recording anbietet, und das zu einem Preis von ca. DM 1750,–. Dazu benötigt man nur noch eine Software von einem der vielen Softwarehersteller, die dieses System unterstützt. Unglaublich aber wahr.

In den USA boomt die Wirtschaft, und die meisten amerikanischen Hersteller vergrößern ihre Produktionskapazitäten und ihr Angebot; Erweiterungen werden jedenfalls in allen Bereichen angekündigt. Wer soll das alles kaufen?

Bei den Gitarren ist der P90-Pickup zur Zeit wieder mal in aller Munde, bei Amps kann man zwischen Vintage und Digital wählen, und manche Fußpedale können mittlerweile mehr als ein programmierbarer Amp. Da ist der nur unter der „Theke" vorgestellte neue Hughes & Kettner Tubeman (Test in G&B 3/98) schon fast eine Wohltat.

Wenn man der Messe ein Motto geben müßte, könnte dies nur heißen: Alle Hersteller erweitern ihr Angebot, und alle versuchen möglichst alles ins Programm zu nehmen. Wenn das nur gut geht.

 

Gitarre

1956 wurde die Dan Electro U2 erstmalig vorgestellt. Für ca. DM 700,– ist sie nun wieder im Orginal-Design der 50er mit einem Korpus aus Masonite (einer Mischung aus Holz und Pappe) und Lipstick-Pickups erhältlich, in insgesamt 11 verschiedene Farben.

 

Gibsons Tochter-Firma Epiphone hat ihr Programm verbreitert. Les Paul Studio und Les Paul Studio Pearl (mit Pearloid-Schlagbrett) werden trotz eingeleimtem Hals erstaunlich preiswert angeboten. Die ’56er Les Paul Goldtop ist mit P-90 Pickups mit Alnico V Magneten bestückt.

Wieder erhältlich sind nun die New York Mini-Humbucker, die serienmäßig auf der 98er Riviera und der neuen Les Paul Deluxe verwendet werden.

 

Wie sagte der Fender-Mitarbeiter? „Du hast nur zwei Stunden Zeit, schade, dann kann ich dir nicht alle Neuheiten zeigen." Na ja, ganz so schlimm war es nicht, aber für alle Fender-News reicht selbst hier der Platz nicht. Daher hier die Highlights in Stichworten:

Jimi Hendrix Voodoo Stratocaster: Rechtshänderstrat mit Linkshänder-Hals, Linkshänder-Pickups und Stegpickup gewinkelt wie beim Linkshänder-Modell, gibt zusammen die typischen Hendrix-Eigenheiten auf einer normalen Gitarre.

90’s Tele Thinline: eine moderne Version eines Vintage Klassikers, mit American Standard Hardware, Korpusbinding und ’69er Pearl-Schlagbrett.

Deluxe Powerhouse Strat: Pappel-Korpus, Maple-Neck, Vintage Hardware und aktiver Mid-boost.

Deluxe Super Strat: Eschenkorpus, Maple Neck, neue Super Fat „Super Strat Pickups und eine neue „Deluxe Super"-Schaltung, die zu den fünf herkömmlichen zwei weitere Schaltpositionen zuläßt. Über einen Zusatzschalter kann man wahlweise Steg-und Hals- sowie alle drei Pickups zusammenschalten.

1998 Collectors Edition Telecaster: 1998 Stück dieses Telecaster-Modells in Vintage 2-Tone-Sunburst werden gebaut. Die „Limited Einlage" ist am 12. Bund.

Der Custom-Shop kündigt eine John Jorgenson Signature Custom Tele mit Korina-Korpus an. Auch die anderen Hellecaster-Modelle werden im Laufe dieses Jahres im Custom Shop erscheinen.

Außerdem geht nun das Mathias-Jabs-Modell in Serie. Weitere Endorser-Modelle wird es von Buck Owens und Will Ray geben.

Der Custom-Shop hat ein weiteres neues Modell, die NOS-Strat. NOS steht für „New Old Strat", es ist ein 65er Strat-Modell, das allerdings gealtert ist. D. h., so sähe eine alte Gitarre aus, die in den letzten 33 Jahren im Koffer gelegen hätte. Ein Lästermaul behauptete, dies wäre eine Relic ohne Macken. Stimmt irgendwie aber.

 

Bei Gibson war das Motto in diesem Jahr „Glücksspiel", aber das bezog sich nur auf die für die Besucher aufgebauten Roulette- und Black-Jack-Tische.

Mit der Zusatzbezeichnung DC = Double Cutaway wurden gleich mehrere Instrumente vorgestellt. So ist die DC Standard eine Doppelcutaway Les Paul mit Mahagoni-Korpus und gewölbter Riegelahorn-Decke. Weitere Besonderheiten sind eine konturierte Korpusrückseite, ein schlanker Hals und Soundkammern im Korpus zur Gewichtsreduzierung.

Die DC Studio erweitert die Les-Paul-Studio-Serie um ein Doppelcutaway-Modell. Die gesamte Studio-Serie wird etwas verändert, so sind jetzt z. B. nur noch Modelle mit Dot-Inlays erhältlich.

Neue Modelle sind auch die Les Paul Special SL (mit P100-Pickups) und die The Paul SL (Humbucker 498T/490R). Beide haben einen massiven Mahagoni-Korpus, bei der The Paul mit gewölbter Decke. Der Zusatz SL steht für eine neue Polyester-Lackierung, die anstelle des normalerweise im Gibson-Programm üblichen Nitro-Lacks steht.

Die Ace Frehley Signature Les Paul Custom wurde von dem ungeschminkten Kiss-Gitarristen persönlich vorgestellt.

Der Gibson-Custom-Shop kündigte eine völlig überarbeitete Historic Collection an, in der alle wichtigen Gibson-Klassiker angeboten werden. 36 verschiedene Modelle, dazu noch in verschiedenen Farben stehen im Programm, darunter alle wichtigen Les Pauls von 52 – 60, die Designer Serie mit u. a. Firebird, Futura, Explorer und Flying V, eine komplette ES-Serie (ES-5 – ES 350T) und die Carved-Top-Serie mit Gitarren wie Byrdland, diversen L-5, Super 400 CES usw. Allerdings werden diese Modelle gesalzene Preise haben, die 1959er Flame-Top z. B. für ca. DM 16.000,–.

 

 

Hamer besinnt sich wieder auf alte Tugenden. Mit der fast vergessenen Hamer Phantom und Phantom Custom hat man ein Gitarrenmodell wieder auf den Markt gebracht, das durch Andy Summers damals unter dem Namen Prototyp bekannt gemacht wurde. Besonderes Feature ist der Triple-Pickup in der Stegposition. Die Custom hat zusätzlich einen Singlecoil in der Halsposition.

Die Hamer Duo-Tone wurde 1991 erstmalig vorgestellt und war ihrer Zeit weit voraus, denn es war die erste „Hybrid-Gitarre", die elektrische und akustische Sounds kombinierte. Die neue 1998er Duo-Tone Custom hat eine gewölbte Fichtendecke und eine veränderte Palisander-Brücke.

Die Artist Ultimate ist das neue Top-Of-The-Line-Modell. Die semiakustische Artist in der Lackierung „Cognac" ist mit aufwendigen Mother-of-Pearl-Einlagen versehen, hat speziell für jedes Instrumente sonderangefertigte Seymour-Duncan-Pickups mit eigener Seriennummer und wird mit einem speziellen Edel-Case geliefert.

 

 

Ibanez feiert mit der AR2000 Prestige die Rückkehr der Artist-Gitarre, die vor 20 Jahren als eigenständiges Ibanez-Modell auf den Markt kam und mittlerweile zum beliebten Sammlermodell geworden ist. Features dieses Modells in Vintage-Violin-Lackierung sind eine geflammte, gewölbte Ahorndecke, Mahagoni-Korpus, Gibralta-II-Brücke und Super-58-Pickups. Preiswertere Modelle sind die AR700 (Super Brown Lackierung) und das Einsteigermodell AR200 (schwarz oder transparent rot). Ein Einsteigerinstrument im Artist Design ist die GAX70.

Zum 90sten Geburtstag der Firma Hoshino, der Mutterfirma von Ibanez, werden vier auf je 333 Stück limitierte wunderschöne Sondermodelle aufgelegt: Steve Vai’s JEM90HAM, Paul Gilbert’s PGM90HAM, John Petrucci’s JPM90HAM und Joe Satriani’s JS90HAM.

Die Saber-Serie wird ergänzt um die S540QS mit einer speziellen Decke aus dem Material Quilted Saperi. Zuwachs auch in der Saber Classic Familie: die SC500N in Fichte/Mahagoni-Bauweise ist mit 6 Nylonsaiten und einem Piezo-Steg-Pickup bestückt.

In der Signature-Serie gibt es ebenfalls Zuwachs bzw. Nachfolger. Die JMP100P4 ist John Petrucci’s neuestes Modell, Joe Satriani ergänzt seine Serie um die JS900BP in der Farbe Black Pearl mit einem preiswerten Instrument. Paul Gilbert’s neueste Errungenschaft ist die PGM900TR, eine Gitarre mit Talman-Korpus, F-Löchern, zwei Humbuckern und transparent lackiertem Mahagoni-Korpus.

Die RG-Serie erhält ein neues Topmodell. Die RG620QSSOL hat eine Decke aus Quilted Sapele und wird nicht lackiert sondern komplett gewachst und geölt. Ein preiswertes Modell dieser Serie ist die RG420FA mit geflammter Esche-Decke.

Wiederaufgelegt wird die semiakustische AS50 aus der Ibanez-Artstar-Serie.

 

Im letzten Jahr wurde Jackson von dem neuen Akai-Besitzer in China übernommen. Die ersten positiven Impulse sind festzustellen. Das Programm ist gestrafft und übersichtlicher geworden, und zur Zeit werden nur Jackson-Instrumente angeboten, der Name Charvel ruht. Neue Modelle sind: RR3, Randy Rhoads mit Reversed Headstock, die Roswell Rhoads, die es bisher nur mit Metal-Body gab, nun auch mit Holz-Korpus, die Shannon Soloist SHS1 und die SLS, eine Soloist mit Tune-o-matic-Brücke und zwei Humbuckern.

In der Phil-Collen-Serie ist die PC3 hinzugekommen, mit Quilt-Maple-Decke und Wilkinson-Vibrato und einer SSH-Pickup-Bestückung, allerdings ohne Floyd-Rose-Sustainer.

Die KV3 ist eine neue King V, nach den Spezifikationen von Dave Mustain (Megadeth) gebaut, jetzt mit Floyd-Rose-Vibrato, aufgeschraubtem Hals und Duncan-Design-Pickups.

Die KE3R ist eine neue Kelly, jetzt mit Reversed Headstock und transparenten Lackierungen.

Wiederaufgelegt wurde die semiakustische SC1, die eher unter dem Namen Surfcaster bekannt ist, jetzt mit Jackson-Logo, einem Lipstick in der Halsposition und einem Humbucker am Steg.

 

Im letzten Jahr stellte PRS in der Private-Stock-Serie eine E-Gitarre mit Vollresonanz-Korpus vor. Die überschwenglichen Reaktionen auf dieses Instrument führten zu den optisch wohl schönsten Gitarren, die auf der diesjährigen NAMM zu sehen waren: den PRS McCarty Hollowbody und McCarty Archtop.

Insgesamt fünf Modelle umfaßt diese Serie, die alle die PRS-Korpusform und eine gewölbte Decke mit F-Löchern und einen akustischen Korpus, zwei McCarty-Pickups und einen einteiligen Steg gemeinsam haben.

Die Archtop-Modelle haben einen tiefen Korpus, die Hollowbody-Modelle einen Semi-Akustik-Korpus.

Alle Instrumente werden aus massiven Hölzern gefertigt; die „dicke" Archtop gibt es mit massiver Fichtendecke und Mahagoni-Zargen und -boden oder als Archtop II mit Mahagonizargen aber Decke und Boden aus Riegelahorn. Die Archtop Artist ist das Topmodell mit den besten zur Verfügung stehenden Hölzern und edelster Ausstattung.

Die „dünne" Hollowbody hat in der Grundversion ebenfalls eine massive Fichtendecke sowie Boden und Zargen aus Mahagoni, ist aber auch mit Riegelahorndecke zu haben. Die Hollowbody II hat Decke und Boden aus Riegelahorn und Zargen aus Mahagoni.

Keine der fünf Gitarren hat einen Sustainblock im Innern, vielmehr dient ein sogenannter Sound Post wie bei einer Geige als Verbindung zwischen Decke und Boden.

 

NEWSTICKER NEWSTICKER
Music Man’s Axis Sport ist nun auch mit P-90-Pickups erhältlich. Das Modell Luke ist auf Steve Lukather`’s Wunsch mit dem Music-Man-Vintage-Vibrato bestückt, die EMG-Singlecoils wurden klanglich verändert, ein Tonregler wurde hinzugefügt *** Auch die PRS McCarty ist nun mit P90-Pickups und diversen deckenden Lackierungen im Programm *** Gretsch legt die G7690 Super Chet aus den 70er Jahren in leicht veränderter Version wieder auf *** Die Vigier Excalibur E-Gitarre ist als Fretless-Version mit einem Delta-Metal-Griffbrett erhältlich. Dieses Griffbrett-Material, in den 80er von Vigier entwickelt, wird auch wieder für E-Bässe verwendet *** Neben diversen wunderschönen USA-Modellen und der Mike-Stern-Gitarre, stellte Yamaha auch mit den Solidbodies AES800 und der AES500 die kleinen Schwestern der populären AES1500 vor *** Die Nitefly-Modelle von Parker sind nun mit einem Stereo/Mono-Schalter und einem aktiven Mix-Schaltkreis ausgestattet, zum Mischen von elektrischen und akustischen Sounds über ein normales Mono-Kabel an einen Verstärker *** Die Godin LGXT „Three Voice" ist die Vibrato-Version der LGX, ausgestattet mit der L.R.Baggs-X-Bridge und bietet E-Gitarren-Sounds mit Seymour-Duncan-Pickups, Akustik-Sounds und Synthesizer-Ansteuerung über in den Stegen integrierte L.R.Baggs-Transducer.

Amps & Effekte

Crate hat die Amp-Serie FlexWave erweitert. Die neuen Combos GX65, GX120 und GX212 und das Topteil GXF1200H sind mit dem neuen FlexWave-Evolution-Five-Preamp ausgestattet, der drei Kanäle mit Röhrensimulation bietet. Die Combos sind außerdem in Versionen (GXF) mit integriertem DSP-Chip (Digital-Reverb, Delay, Flanger, Chorus und Multi-FX) erhältlich. Das Topteil ist grundsätzlich damit ausgestattet.

 

An der Farbe „Purple" ist der 2120 VGS zu erkennen, der Nachfolger des DigiTech 2112. Das Valve Guitar System 2120 ist upgedated worden, es stehen längere Delay-Zeiten zur Verfügung, und viele Presets von diversen bekannten Musikern sind ergänzt worden. Passend dazu gibt es eine neues Fußpedal, das 2120FC, mit sieben Fußtastern und einem Expression-Pedal.

Ein ähnlicher, benutzerfreundlicher und preiswerter MIDI-Controller mit integriertem Expression-Pedal ist auch extern unter der Bezeichnung Control 8 im Angebot. Unter der Bezeichnung RP3 wird ein neuer Multieffekt in Pedalform angeboten. Er bietet neun gleichzeitig verwendbare Effekte: Wah, 2´ Verzerrer, 3-Band-EQ, Gates, Swells, Modulationen (Chorus/Flanger) Intelligent Pitch Shifter, Delay, Reverb und Speakersimulation. Ein integrierter Sampler dient zu Übungszwecken, um Licks per Cassette oder CD einzuspielen und dann in veränderter Geschwindigkeit ohne Tonhöhenverschiebung abzuhören.

 

Rocktron und Bruce Egnater haben sich zusammengetan und stellen die Egnater by Rocktron Vollröhren-Verstärker-Linie vor. Das Programm bietet z. B. die TOL50 Serie, die sich aus Topteil, und 1´ 12"- und 2´ 12"-Combos zusammensetzt. Kanal 1 bietet clean bis crunch, Kanal 2 clean bis megadrive. Federhall, serielle und parallele Effektloop sind inklusive. Preise von ca. DM 3450,– bis 4300,–.

Die TOL100 Serie beinhaltet ein 100-Watt-Top und einen 2´ 12"-Combo. Vier getrennte Kanäle, über MIDI schaltbar, bieten unbegrenzte Sounds für jeden Einsatz. Preise von ca. DM 4780,– bis 5600,–. Zusatzboxen mit 1´ 12"-, 2´ 12"- und 4´ 12"-Bestückung sind erhältlich. Alle Boxen und Combos sind serienmäßig mit Egnater Pro Speakern ausgestattet, gegen Aufpreis sind auch Celestion Vintage 30 lieferbar.

Der Egnater ie4 Preamp (7´ 12AX7-Röhren) bietet vier völlig unabhängige Kanäle mit jeweils Gain, Bass, Middle, Treble, Presence und Master. Ein Master-Volumen ist vorhanden. Die Kanäle können wahlweise über MIDI, Schalter oder Taster am Gerät abgerufen werden. Preis: ca. DM 3700,–.

 

Der deutsche Hersteller Engl kann mehr und mehr prominente Musiker für „Endorser-Modelle" gewinnen. Das Ritchie-Blackmore-Signature-100-Top ist eine vereinfachte und speziell abgestimmte Version eines Savage 120, Mathias Jabs und Rudolf Schenker werden ebenfalls eigene Amps erhalten, die sich an den limitierten Modellen Slow Hand (mit 6L6-Röhren) und Fast Hand (EL34-Röhren) orientieren.

Neu ist ebenfalls der Engl Tubetone, ein Preamp im Pedaldesign, mit 2 Kanälen und vier Sounds (clean, crunch, soft lead, heavy lead). 2´ 5 MIDI-Signale werden ausgesendet, eine Stereoendstufe ist integriert (2´ 1,5 Watt), es stehen frequenzkorrigierte und normale Ausgänge zur Verfügung. Der Preis wird unter ca. DM 1000,– liegen.

 

Der Effektgeräte-Hersteller Lexicon bietet nun spezielle Geräte für Gitarristen, die im Lexicon „Custom Shop" unter der Mithilfe von Studio Crack Eddie Kramer (Jimi Hendrix, Led Zeppelin) und Röhrenguru John McIntyre entwickelt wurden. MPX G2 nennt sich der Gitarren-Multi-Effekt, der auf Basis des MPX1 weiterentwickelt wurde. Das Gerät kann in zwei Schaltkreise aufgeteilt werden, so daß z. B. analoge Effekt vor einen Amp, die digitalen in den Effektweg geschaltet werden können. Der MPX G2 enthält mehrere Prozessoren, so daß mehr DSP-Effekte in Studioqualität parallel betrieben werden können. Außerdem werden Effekte wie Uni-Vibe, Dyna-Comp, Vox und Cry-Baby nachgebildet, zusätzlich zu den bekannten Effekten, intelligentem Pitch-Shifting und Delay bis zu 20 Sekunden. Und natürlich ist ein analoger Distortion-Schaltkreis integriert, der durch die neuen Lexicon Technologie „Dynamic Gain" erzeugt wird.

Genau das Gegenteil davon bietet der per Hand gebaute Röhren-Amp Signature 284 im 19"-Design: Der Vollröhrenamp kombiniert eine High-Gain-Röhrenvorstufe (3´ 12AX7-Röhren) mit einer nur wenigen Watt leistenden Stereo-Endstufe mit Class „A" Schaltung (2´ EL84). Eine röhrengebufferte Effekt-Loop, speakersimulierte, Slave- und Lautsprecher-Ausgänge sowie ein automatisch aktivierter Dummy Load für DI-Betrieb machen den Signature 284 zum idealen Recording-Amp und zur Soundquelle für Live-Anlagen. Spezielle Lautsprecher-Boxen sind schon in Arbeit.

Der MPX R1 ist ein neuer MIDI-Controller für MPX1 und MPX G2.

 

Nachdem Matchless im letzten Jahr erfolgreich einen 19"-Preamp ins Programm aufgenommen hat, werden jetzt auch passende Mono-Endstufen angeboten: RA-30 (30 Watt, 4´ EL84) und RA-100 (100 Watt, 4´ EL34).

 

In G&B 2/98 haben wir den Taboo Twin von Rocktron vorgestellt. Erhältlich ist jetzt auch eine Topteilversion, der Taboo 100. 2´ 12" und 4´ 12" Lautsprecherboxen werden angeboten.

Einen Schritt weiter geht Rocktron mit dem Taboo Artist: Mit Ausnahme der Endstufe wird das Hirn des Taboos in ein Pedal gepackt, mit Fußtastern versehen und einem zusätzlichen Ernie-Ball-Volumen-Pedal ausgestattet, das als Expression-Pedal fungiert. Durch die umfangreiche Speakersimulation kann der Taboo Artist direkt an ein Mischpult angeschlossen werden. Angeboten wird auch eine optionale Aktiv-Box mit integrierter Endstufe. Kompakter geht es nicht mehr.

Für Computer-Freaks bietet Rocktron mit dem PC Preamp ein ideales Werkzeug. Der Preamp bietet einen Clean- und eine Distortion-Kanal, Hush, Compression, Speaker-Simulation, Digital-Delay und Reverb, Effect-Loop und Stereo-Aux-Eingänge. Der PC Preamp kann über Mini-Klinke direkt mit dem Mikro-Eingang der Soundkarte eines PCs verbunden werden. Das Signal wird von dort an Harddisc-Recording-Systeme weitergeleitet. Es soll zwei Versionen geben, eine reine für Gitarristen, eine weitere, die auch einen zusätzlichen Mikrofoneingang bietet. In den USA wird mit dem Preamp eine preiswerte Harddisc-Recording-Software angeboten. Der PC Preamp hat ein Computer-Design und paßt optimal unter einen Bildschirm.

Die Jam Box ist ein „Getto Blaster" mit integriertem Mini-Gitarrenamp für Clean- und Distortion-Sounds. Die kompakte Anlage beinhaltet CD-Player, Cassetten-Recorder und AM/FM-Tuner sowie natürlich integrierte Lautsprecher. Der Gitarrenamp ist auf Endstufe und Lautsprecher abgestimmt.

 

Im letzten Jahr stelle Yamaha den digitalen Preamp DG1000 vor. Nun gibt es das Ganze auch in einen Combo verpackt. Der DG100-212 bietet den gleichen Preamp mit acht Verstärkersimulationen und motorgesteuerten Reglern (128 Speicherplätze), hinzu kommen eine 100-Watt-Endstufe und zwei Celestion-Vintage-30-Speaker. Integriert sind eine Effect-Loop, ein Direct Out (wahlweise mit oder ohne Speakersimulation) sowie drei programmierbare Hallprogramme (Room, Hall, Plate) und eine Physical-Modeling-Variante eines Band-Echos. Der vielseitige und kinderleicht zu bedienende Amp wird ca. DM 2490,– kosten.

 

Neu in der Zoom 500 Serie: 503 Guitar & Bass Amp Simulator. Das Pedal simuliert den Sound legendärer Gitarren- und Bass-Amps und bietet Stereo Chorus, Delay und Reverb.

 

NEWSTICKER NEWSTICKER
Neu im Trace-Elliot-Programm: der Brat 15R. Die Speed-Twin-Amps gibt es nun auch als Combos in folgenden Versionen: 100 Watt/2´ 12", 50 Watt/1´ 12" und 30 Watt/1´ 12". Neu ist auch der Speed Twin H50, ein 50 Watt Top *** Johnson Amplification bietet mit dem JM250H nun eine Topteilversion (2´ 125 Watt) des Millenium-Amps an. Dazu gibt es (Stereo)Boxen mit 4´ 12"- und 2´ 12"-Lautsprecherbestückung *** Line 6 bietet mit dem Flextone eine kompaktere Version des Axys, der Mutter aller Digital Amps (Test in dieser Ausgabe) *** Marshall wird alle Neuigkeiten erst in Frankfurt vorstellen. Durch eine Krankheit behindert, mußte Jim Marshall erstmalig auf seinen persönlichen Einsatz bei den beliebten Autogrammstunden auf NAMM verzichten *** Peavey bietet mit dem Nashville 1000 Guitar Amp erstmalig einen Combo, bei dem eine analoge Vorstufe mit einer digitalen Endstufe (300 Watt) kombiniert wird. Besonderheiten sind zwei Effektloops, davon eine vor der Klangregelung zum Einschleifen eines Volumen-Pedals. Der Amp ist mit einem 15" Black-Widow-Speaker ausgestattet. Der Ranger 212 Combo dagegen ist ein Vollröhrenamp mit 120 Watt Leistung und 2´ 12" Speakern. Federhall im 60er-Jahre-Sound plus Tremolo sorgen für Vintage-Flair, Mastervolumen und Effect-Loop sorgen für moderne Features *** Neu bei VHT: Pittbull Hundred/CL Head, 100 Watt, 2 Kanäle. Beim Pittbull Fifty/Twelve-Combo wurde die Endstufe verbessert, die nun wahlweise mit EL34- oder 6L6-Röhren betrieben werden kann. Optional ist nun ein 6-Band-Graphic-EQ *** Die Fender Hot Rod Amps sind nun auch mit Vintage-Fender-Tweed erhältlich *** Ab dem 1.1.98 sind alle Fender-Röhren-Amps mit speziellen Fender-Groove-Tubes-Röhren ausgestattet *** Neue Pedale für Gitarristen gibt es von DOD: den Verzerrer FX102 Mystic Blue, das DFX98 Digital Delay und den FX75C Stereo Flanger *** Der Peavey Delta Stomp Effect Processor bietet die digitalen Effekte des DeltaFex in einem robusten Metalgehäuse *** Neue Pedale von Dan Electro: Dan-Echo und das Stimmgerät Dan-O-Matic *** Buzz Feiten hat sich mit Washburn zusammengetan. Alle USA-Modelle sind mit dem „Buzz Feiten Tuning System" ausgestattet, bei dem durch eine veränderte Sattelposition und versetzte Brücken eine weitaus bessere Intonation auf dem gesamten Griffbrett erreicht wird *** Die L.R.Baggs X-Bridge ist nun auch in einer Non-Vibrato-Version zu haben *** Elixier Guitar Strings von Gore bietet demnächst auch Einzelsaiten an. Neu jetzt auch 12string-Sets und Mandolinen-Saiten *** Seymour Duncan feierte das 20. Firmenjubiläum *** Neue Volumen-Pedale von Ernie Ball: Die Anschlüsse befinden sich auf einer frontseitig montierten Platine. Sehr praktisch und bühnenfreundlicher.

Dieter Roesberg

 

Akustikgitarre

Uff – das Angebot an guten Gitarren ist so vielseitig, die ständigen Detail-Verbesserungen überholen sich geradezu selbst – und immer mehr kleinere Hersteller trauen sich ins Rampenlicht – mit meist hochwertigen Gitarren zu Preisen, die tatsächlich noch bezahlbar erscheinen. Zudem haben nun viele Hersteller auch eine All-Mahagoni-Gitarre im Programm – dies scheint tatsächlich ein Trend zu sein, den wohl der Erfolg von Martins D-15, die letztes Jahr vorgestellt wurde, auslöste.

Die NAMM-Show wurde jedoch von dem Thema des US-Alltags dominiert: Hat Bill Clinton nun, oder hat er nicht? An nicht wenigen Ständen in der Convention Hall erntete Präsi Bill große Anerkennung für seine (vermuteten) Eskapaden abseits des Ehebettes und viele Amerikaner fragten uns, warum von den deutschen Politikern so wenig Skandalöses zu hören sei. Eine rechte Antwort darauf wußte ich nicht zu geben – außer der, daß die deutschen Frauen immer noch einen guten Geschmack haben.

 

 

L.R. Baggs stellt mit dem Double Barrel ein System aus Piezo-Pickup und Kondensator-Mikrofon vor, das auf die Klinkenbuchse montiert ist. Dieses System ist einfach und schnell installiert, beide Signale können getrennt per Y-Kabel herausgeführt werden und – es kostet nicht die Welt!

Der Strapjack Plus hat einen Pin-Anschluß mehr zur Verfügung und ermöglicht den direkten Anschluß eines zweiten Pickups oder Mikrofons.

 

 

C Fox ist ein neuer Hersteller, der einen sehr guten ersten Eindruck hinterließ. Die im oberen Preisbereich angesiedelten Instrumente sind in den Designs D (Dreadnought), C (Concert), H (Hybrid) und SJ (Small Jumbo) erhältlich, alle Optionen wie Cutaway, Pickup etc. sind möglich.

 

Auch die exklusiven Gitarren von Dana Beourgois haben nun einen deutschen Vertrieb (Akai/Zitrone). Dieser Hersteller zeichnete sich in der Vergangenheit besonders durch diverse Signature-Modelle wie z. B. die Ricky Scaggs-Dreadnought aus.

 

Aus der großen Palette von Cort ragen neben den spektakulären Signature-Gitarren von Larry Coryell und Matt Murphy die Earth-Serie mit der neuen EARTH 900 (Parlor-Gitarre mit „tree-of-life"-Einlagen, Zederndecke etc.) und die TRG-1, die Nashville-Gitarrenbauer Jim Triggs designed hat, heraus. Die TRG-1 hat einen Humbucker in der Halsposition und ein frisches Design in spektakulären Faben (Metallic-blau und Orange). Die SJ-7 ist eine neue in einem auffälligen Rot lackierte Jumbo/Cutaway-Gitarre, die die Lücke zwischen SJ-5 und SJ-10 schließt.

 

 

Crate erweitert sein Akustik-Combo-Programm um die Modelle CA-30 (8"-Speaker + Tweeter, 30 Watt, 2 Kanäle, Chorus, Federhall), CA-30S (wie CA-30, aber ohne Chorus und Federhall), CA1P (1-HE-Preamp mit Stereo-Chorus und Feedback-Killer), CA1PD (dito, aber mit digitalen Effekten), CA60 (zwei 6,5" + Tweeter, 2´ 30 Watt, zwei Kanäle, Feedback-Killer, Stereo-Chorus, Federhall), CA-60D (dito, aber mit digitalen Effekten), CA125 und 125D (zwei 8"-Speaker + Tweeter, 2´ 50 Watt + 1´ 25 Watt, drei Kanäle etc.) und der große CA250D mit fünf (!) 8"-Speakern, zwei Tweetern, 2´ 125 Watt, zwei Instrumenten- und zwei Mikro-Kanälen etc. pp.

 

Advanced Jumbo – eine alte Gibson-Bezeichnung – so heißen neue Epiphone-Gitarren, die dem traditionellen Epi-Modell Texan der 60er Jahre nachempfunden sind. Die AJ-Serie bringt sechs verschiedene Modelle, darunter die kurzmensurige AJ-45S, zwei Elektro-Akustiks (mit neuem Electar-Preamp) und zwei 12string-Versionen.

 

Eine ganze Reihe interessanter Neuigkeiten kam von Fishman. Der Powerblend ist ein aktives Stereo-Pedal, das in Verbindung mit einer E-Gitarre, die mit der Fishman Powerbridge ausgerüstet ist, genutzt werden kann. Der Powerblend hat ein integriertes Volumenpedal für das Signal der Powerbridge und eine eingebaute DI-Box. Mehrere Outputs erlauben eine vielseitige Nutzung sowohl des Piezo- als auch des magnetischen Signals.

Mit der Rare Earth-Linie präsentiert nun auch Fishman eine Serie aktiver magnetischer Pickups, die erfreulich klein gestaltet sind. Die Pickups haben einen integrierten Preamp und sind in Singlecoil-, Humbucker- und Humbucker plus Mikro-Versionen erhältlich.

 

Gigant Gibson stellte die Master Grade Concert Classical Guitar vor, die erste professionelle Konzertgitarre dieses Herstellers.

Die neue „Working Musicain"-Serie bringt preisgünstigere Modelle mit vielen Features der teureren Gibson-Instrumente (vollmassive Hölzer, scalloped bracing etc).

Spektakulärer und ungleich teurer ist jedoch das erstmals gezeigte John-Lennon-Set, ein Trio von J160E-Gitarren, die den Gitarren, die John besaß und spielte, detailgetreu nachempfunden wurde. Die Gitarren sind nur als Komplett-Set erhältlich.

Außerdem wurde eine prachtvolle Ron Wood J-200 Signature-Gitarre präsentiert.

 

James Goodall präsentiert eine „Royal Hawaiian", eine Jumbo, die komplett aus Koa gefertigt ist, und ein Standard-Modell, bei der er zum ersten Mal eine Adirondack-Fichte als Deckenholz verwendet. Dieses nicht gerade spektakulär aussehende Holz soll die besten Klangeigenschaften überhaupt haben, was mir Mr. Goodall denn auch bestätigte. Daß die Optik mittlerweile eine gewichtige Rolle bei einer Kaufentscheidung spielt, wurde auch dadurch bestätigt, daß die Adirondack-Standard die einzige Goodall-Gitarre war, die am Ende der Messe noch nicht verkauft war.

 

Der Guild-Custom-Shop zeigte das Modell Valencia, eine Sunburst-Schönheit aus Curly Maple-Body und AAA-Sitkafichten-Decke, Ebenholz-Griffbrett und -Steg sowie Abalone-Einlagen der „Deco"-Art.

Außerdem wurden drei neue F-30-Modelle (Palisanderkorpus/Ebenholz-Griffbrett und -Steg, Mahagoni/Palisander, Mahagoni/Ebenholz) vorgestellt, sog. Folk-Gitarren mit einer kürzeren Mensur (62 cm), die an die goldene Zeit des Folk, die 60er Jahre, erinnern.

Ein Verkaufsrenner der besonderen Art wird sicherlich das neue Slash-Signature-Modell, die Crossroads. Dabei handelt es sich um eine Doubleneck-E- und A-Gitarre mit einem 12saitigen Hals über einer akustischen Korpushälfte inkl. Fishman-Pickup und einem 6saitigen Hals über einer massiven Korpushälfte mit Seymour-Duncan-Pickups. Find ich gut, diese Gitarre!

Barry Gibb lebt! Und durfte jetzt eine Signature-Gitarre entwerfen. Die Elektro-Akustik S-4CE BG hat einen massiven Mahagoni-Korpus, Fichtendecke, Fishman-Pickup und kommt nur in Metallic Blue und Transparent Crimson. „Crimson and Clo-o-o-ver – over and o-o-ver...", aber das war ja von jemand anderem.

 

Die Gitarren der günstigen Vintage-Serie von Ibanez haben nun schmale, dünne Hälse mit E-Gitarrenfeeling sowie Sättel und Stege aus dem neuen Material Ivorex, einem Kunststoff, der ähnliche Eigenschaften wie Elfenbein haben soll.

Mit der neuen Artwood-70-Serie, die aus der AW70 Dreadnought und der AC70 Grand Concert besteht, werden erstmals die höherklassigen Features der Artwood-Serie zu einem günstigeren Preis angeboten.

Am interessantesten ist jedoch das für Ibanez neue Design in Form eines neuen Modells der preisgünstigen PF-Serie, die Mini-Jumbo PC5NT.

 

 

Martin bringt eine Signature-Gitarre nach der anderen heraus, sogar Bassist Sting ließ sich in die Riege derer, die würdig befunden wurden, den Namen einer Martin-Gitarre zu tragen, einreihen. Herausgekommen ist dabei eine exklusive Klassikgitarre, die das patentierte erhöhte Griffbrett von Thomas Humphrey besitzt und aus den besten Materialien wie Quilted Mahagoni für Rücken und Zargen sowie roter Zeder für die Decke gefertigt ist. Das Modell ist auf eine Auflage von 250 begrenzt – hoffentlich darf Stings Gitarrist Dominic Miller auch einmal auf diesem edlen Stück spielen, denn der kann es ja richtig!

Hank Williams Senior (der Junior ist ja Guild-Endorser – bin mal gespannt, für wen der Enkel Werbung machen wird...) wurde ebenfalls ein Modell gewidmet. Die D-28HW hat einige Features der „Golden Era" (vor dem 2. Weltkrieg) wie z. B. das damals verwendete Beleistungsmuster, erhalten und wird in einer Auflage von 150 Stück angeboten.

Jimmy Buffetts Signature Modell ist die HD-18JB, der eine Herringbone D-28 als Vorlage diente. Die Auflage: ganze 424 Stück.

Die Joan Baez 0-45JB ist die erste Martin Signature-Gitarre, die einer Frau gewidmet wird – das wurde aber auch mal Zeit! Die Gitarre ist eine exakte Replica der Pre-War 0-45, die Joan Baez durch ihre gesamte Karriere begleitet hat und erscheint in einer Auflage von ganzen 59 Stück.

Chris Martin IV höchstpersönlich bringt jedes Jahr ein Modell heraus, das er selbst konzipiert hat. Gut, daß hier nicht unerschwingliche Sammlerstücke wie die Signature-Instrumente kreiert werden, sondern relativ bezahlbare Instrumente für den aktiven Musiker. Die CEO-2 ist eine Dreadnought mit scharzem Binding. Rücken und Zargen sind mit Macassar-Ebenholz, das von Steinway geliefert wurde, furniert.

Die Mitarbeiter Martins waren ebenfalls kreativ und schufen das EMP-1, das Employee-Modell, das auf der 000-Form aufbaut, einen Cutaway und einen dreiteiligen Boden, z. B. á la D-35, besitzt. Nur 262 Stück werden davon produziert.

In der „Golden Era"-Serie werden Gitarren mit den Features der Pre-War-Martin-Instrumente gebaut. Den Anfang macht die 00-21 mit „slotted headstock".

Das auffälligste und innerhalb des immer etwas traditionsschwangeren Programms erfreulich erfrischende Modell stellte jedoch die Concept-J-Gitarre dar, die mit einer erstaunlich intensiven Holographie-Lackierung versehen war. Ganz für den Live-Einsatz kommt die Ahorn/Fichte-Gitarre bereits mit einem aktiven Pickup/Preamp-System.

 

 

Ovation kam gleich mit einer ganzen Reihe von Neuigkeiten. Da ist z. B. die 1998 Collectors-Gitarre (siehe Test in dieser Ausgabe) Als Nachfolger der ’97er Collectors-Serie wurde als Serienmodell die 1998 Parlor vorgestellt, die in einem attraktiven brown sunburst lackiert ist.

Trekker wird die neue Reisegitarre von Ovation genannt, natürlich ebenfalls mit einer „roundback bowl" ausgestattet – da kann notfalls am Lagerfeuer auch noch Suppe draus getrunken werden.

Unser Hauptaugenmerk fiel jedoch auf ein neues Adamas-Modell mit der Bezeichnung Q181-4, das komplett aus Graphit hergestellt ist. In einem Test werden wir die vielfältigen baulichen Veränderungen, die zur Konstruktion dieser Gitarre nötig waren, genauer vorstellen – denn dazu fehlt hier der Platz.

Die „SMT"-Modelle der Adamas-Serie sind transparent lackiert und lassen die „Maserung" des Graphits erkennen. Da zudem anstelle des sonst gegossenen Adamas-„Bindings" traditionelle Ring-Einfassungen verwendet werden, könnte fast der Eindruck entstehen, es handle sich um eine Holzgitarre.

 

 

Riveras Sedona Amp, ein Signature Modell für Countrypicker Doyle Dykes, war der Geheimtip unter den Akustikamps dieser Messe (siehe Test in dieser Ausgabe). Es ist der erste Amp, der sowohl einen vollwertigen E- als auch einen sehr guten Akustiksound produziert. Somit scheint er der ideale Hybrid-Amp für die angesagten Hybrid-Gitarren zu sein.

 

 

Takamine stellte eine Dreadnought mit Cutaway (FP-350SMC-SB) vor, die erstmals eine Vintage-Sunburst-Lackierung besitzt. Die LTD-98 ist die limitierte Collectors-Gitarre für dieses Jahr (Test in G&B 2/98). In der G-Serie ist jetzt die G-330S erhältlich, die erstmals eine massive Zederndecke besitzt.

 

Den dicksten Brocken servierte uns Journalisten Taylor. Nicht weniger als 61 verschiedene Modelle – doppelt so viele wie 1997! – gibt es vom kalifornischen Hersteller, der sogar Billie-Boy Clinton zu seinen Spielern zählen darf. Es gibt insgesamt drei neue Serien (300er Serie aus Mahagoni, die W-Serie aus Walnuß und die K-Serie aus Koa). Die bekannte 400er Serie verwendet nun als Korpusmaterial ein für Taylor neues Holz: Ovankol. Die Baby Taylor gibt es nun auch mit Mahagoni-Decke. Die Palette der Taylor/Klein-Akustikbässe wurde um das Ahorn-Modell AB-3 erweitert, das es ebenso wie die Ahorn-Gitarren der 600er Serie in sechs verschiedenen, auch schön-bunten Farben gibt.

 

 

Trace Elliot hat die komplette Line ihrer Akustikverstärker überarbeitet. Die Serie besteht nun aus Acoustic Cube (1´ 5" Combo), Power Cube (aktive Box), TA30R (30 W, Federhall), TA40CR (40 W, Chorus, Hall), TA50R (2´ 5", dig. Hall), TA100R (4´ 5", dig. Hall), TA 200S (200 Watt, digitale Effekte) und TAB100-15 (1´ 15" Bass-Combo).

 

 

Turner Guitars sind nun auch in Deutschland erhältlich! Rick Turner, dessen von Lindsay Buckingham gespielte E-Gitarre gerade durch die Renaissance von Fleetwood Mac neue Aufmerksamkeit erregt. Ranaissance – so heißt Turners Serie von semiakustischen Instrumenten, die in bester Handwerkskunst und einer seltenen Liebe zu ausgefallenen, stilvollen Designs bemerkenswerte Instrumente bringt. Es gibt 6- und 12saitige sowie Baritone-, Nylonstring- und Bass-Versionen. Wir sind gespannt auf die ersten Testinstrumente!

 

Die gute Nachricht vorweg: Washburn senkt bei seinen populären Modellen – zumindest in den USA – die Preise um ca. 30 %! Keyboarder Gregg Allman hat eine neue Signature-Gitarre, die EA27, die in einer limitierten Auflage von 500 Stück produziert wird. Sie ist mit Pickup/Preamp ausgestattet und hat den bekannten dünneren „thinline-EA"-Korpus.

Ebenfalls aus der Festival-Serie stammen die neuen EA33S und J61SCE. Während die EA den typischen Washburn EA-Korpus besitzt, ist die J61 im Southern Jumbo-Stil gebaut. Beide verfügen über Cutaways und Pickup/Preamp.

Außerdem erweitern zwei neue Dreadnought-Modelle die Washburn-Palette. Die D31S hat Fichtendecke und geflammter Ahornkorpus, die D33S Fichtendecke und Rosewood-Korpus.

 

 

Weissenborn is back! Erstmalig wurden wieder Gitarren ausgestellt, die diesen alten, legendären Namen tragen. Es gibt drei verschiedene Modelle: Style 4W (wie Weissenborns Hawaiian Guitar inkl. Ropebinding), Teardrop (eine seltene Variante Weissenborns) und Style 4K (siebenbündige Kona-Version). Diese legendären Gitarren sind demnächst auch in Deutschland erhältlich.

 

Die neue Yamaha AEX500-Gitarre ist im Prinzip eine abgespeckte und deutlich günstigere Version der AEX-1500 (Martin-Taylor-Modell), trägt also ebenfalls die interessante Kombination Free-Floating „Jimmy Smith"-Pickup und Piezo-Pickup im Steg. n

NEWSTICKER NEWSTICKER
Fender stellte die preisgünstigen JG-12CE-12 (Mini-Jumbo 12-string inkl. Piezo-Pickup + Preamp), DG-20CE (schwarze Dreadnought mi Piezo/Preamp und die Linkshänder-Version der DG-10 vor *** LAG präsentierte die Dreadn-Modelle, reinrassige Dreadnoughts (ach was!), wahlweise mit Mahagoni- oder Palisander-Korpus sowie als Cutaway/Pickup-Modelle lieferbar *** National goes deep – mit einem Bariton-Modell mit gewaltiger 27"-Mensur, die sehr tiiiieeef klingt *** Eine Edel-Version der kleinen Grand präsentierte Robert Godins Marke Seagull. Nur aus den besten Materialien wie massiver Fichte- und Palisander ist die neue Grand Artist gebaut *** Neu bei Santa Cruz: Eine Baritone-Dreadnought und das ganz in schwarz lackierte Janis-Ian-Modell mit Cutaway, L.R. Baggs-Pickup und einem Korpus in Parlor-Größe *** Godin erweitert seine A-Serie (flache Elektro-Akustiks) um die 12-saitige A12 *** Von wegen flach: nicht gerade wenig Silikon wurde beim traditionellen Babe-Watching erspäht. Die neuen Macher von Dean Guitars setzten mit Blick auf die eigene Firmentradition auf die anziehende Wirkung (fast) ausgezogener Girls, und das benachbarte Damen-Trio vom Akai-Stand legte sogar noch zwei drauf ... *** DOD hat ein Multieffektgerät vorgestellt, das AcousTec, das mit einer Menge an Effekten rund um die Akustikgitarre ausgestattet ist *** Larrivée stellte einige Gitarren aus, deren Korpus aus Ebenholz (!), Koa und – trendy – ganz aus Mahagoni gefertigt wurden ***

Heinz Rebellius

 

BASS

Und was war denn nun trendy? Hmmm, auf jeden Fall das Monitorboxen-Design, das bei vielen Herstellern nun als Gehäuse für Basscombos und Boxen verwendet wird.

Immer mehr Bässe mutieren zu Jazz-Bässen; selbst solche alteingesessenen Firmen mit deutlicher Stilistik wie z. B. Modulus, Status oder Fodera haben nun Jazz Bässe im Programm. Außerdem scheint sich die 35"-Mensur so langsam, aber sicher als neuer Standard durchzusetzen – nicht nur viele 5- und 6-Saiter, sondern auch etliche 4-Saiter wurden mit diesem verlängerten Maß angeboten.

 

Ampeg setzt auf neue Bass-Boxen. Die Boxen der Extreme-Serie sind die Top-Of-The-Line Aggregate des Herstellers. Folgende Modelle sind lieferbar: PR-1832HE (1´ 18", 2´ 10", 2´ 6" + Tweeter, 600 Watt RMS), PR-1528HE (1´ 15", 2´ 8", Tweeter, 300 Watt RMS), PR-15H (1´ 15" + Tweeter, 400 Watt RMS), PR-212H (2´ 12" + Tweeter, 400 Watt RMS) und PR-410LF (4´ 10" + Tweeter, 600 Watt RMS). Der B-248 ist ein neuer Combo mit 4´ 8"-Bestückung + Tweeter und einer Leistung von 350 Watt/4 Ohm, während der B-1000 ein reichlich ausgestattetes Stereo-Topteil in Ampegs bewährter Mosfet-Technologie darstellt, das mono gebrückt immerhin satte 1000 Watt an 4 Ohm rauspowert.

Wer gerne bestraft werden will, kann es sich von dem „The Punisher"-SVT-Stack mit extrem robuster 2´ 15"-Box besorgen lassen, einer Spezialanfertigung für Gene „Mann, sieht der alt aus" Simmons von Kiss.

 

Mit dem Bassboy und dem Imperion-MIDI-Bass hat Clevinger seinem Programm interessante neue Instrumente hinzugefügt. Der Bassboy kann mittels eines Ständers in „Upright"-Position, aber auch umgehängt gespielt werden. Das Ebenhzolz-Griffbrett ist nicht gewölbt, sondern flach, die Mensur beträgt ca. 92 cm.

Der Imperion ist ein 6saitiger Upright-Bass inkl. MIDI-Pickup und Axon AX-100 Interface.

 

Deans erfolgreiche Edge-Serie wurde um 6-Saiter-Modelle erweitert, die ebenso wie die 5-Saiter eine verlängerte 35"-Mensur besitzen. Dean läßt die Instrumente in Korea, Tschechische Republik und USA fertigen und kann so drei völlig unterschiedliche Preisklassen anbieten, deren Qualitätsniveau sich erstaunlich wenig voneinander unterscheidet.

 

Sheldon Dingwall, der „dank" eines von einem Feuer völlig zerstörten Hauses fast ein Jahr lang nicht produzieren konnte, ist wieder zurück – und brachte neben verbesserten 4- und 5-Saiter-Modellen gleich einen neuen 6-Saiter seiner Voodoo-Reihe mit, natürlich inkl. Novax-Griffbrett mit aufgefächerten Bünden!

 

Eye-Catcher auf dem Eden-Stand war der neue VT300 Amp, ein Vollröhrentyp mit einer Leistung von 300 Watt/4 Ohm, und ist wahlweise mit 6550- oder EL34-Röhren erhältlich.

Ed(b)enfalls neu ist eine WT1000 Endstufe mit 2´ 450 Watt/4 Ohm (mono brückbar) und der DC-210XLT Metro, ein handlicher Combo mit 2´ 10"-Bestückung und 400 Watt/4 Ohm Power.

 

Bei Epiphone werden vor allen Dingen die eigene und Gibsons Vergangenheit beschworen – manchmal sind unter diesen Reissues auch Modelle, die damals schon keinen Erfolg hatten ... Ob sich das heute bloß wegen des Vintage-Appeals ändert? So gibt es z. B. den schönen Ripper Bass wieder, bessere Aussichten haben da sicherlich die Wiederauflagen von EB-0, EB-1 und Les Paul Deluxe Bass.

 

Auf einem Gemeinschaftsstand mit Marleaux, EBS und S.H. Gawrons Vektor-Bässen stellte ESH aus Trier erstmals den schon bei uns in der letzten Ausgabe getesteten Notorious der Öffentlichkeit vor. Interessant ist u. a. die etwas verlängerte Mensur von 87 cm, die dem Bass richtig Druck verleiht.

 

Übermutter Fender war auch im Basswesen recht aktiv. Gleich zwei Signature-Bässe wurden präsentiert: Der Geddy-Lee-Jazz Bass, natürlich mit scharzem Korpus und Maple-Griffbrett mit schwarzen Blockeinlagen, und der Donald „Duck" Dunn Precision ganz im 50ies-Look mit metallic-rotem Korpus. Außerdem gibt es neue Deluxe Active Jazz Bässe in 4- und 5-Saiter-Versionen.

Die neuen Squier-Bässe, ein P-Bass Special (P/J-Bestückung, Jazz-Bass-Hals, P-Bass-Body) und ein Affinity Bronco (kurze Mensur, 1 Singlecoil-Pickup) bedienen vor allem Einsteiger mit guten Instrumenten zum kleinen Preis.

 

Von Gallien-Krueger gab es eine ganze Reihe neuer und interessanter Produkte. Der 700RB ist ein Topteil mit zwei Endstufen (350 und 50 Watt für Bi-Amping-Betrieb). Dieses Topteil wurde auch gleich als zentrale Verstärkereinheit für drei neue Combos verwendet (1´ 12" + Horn-, 1´ 15" + Horn- und 2´ 10" + Horn-Bestückung). Zudem gibt es noch zwei 250-Watt-Combos mit 1´ 12"- und 1´ 15"-Bestückung (jeweils + Horn). Das Bassboxen-Programm wurde komplett neu designed und besteht nun aus 4 Typen (2´ 10", 1´ 15", 4´ 10", 8´ 10" – jeweils mit Horn), die auf Wunsch und gegen Aufpreis mit dem neuen Lock’N’Roll-System ausgestattet werden können: Dieses System besteht aus einem Deckel mit Rollen, der die Front schützt und in den ein ausziehbarer Griff eingearbeitet ist, an dem die Box (oder den Combo) bequem hinter sich hergezogen werden kann.

 

 

Gretsch stellte den G6072 Bass vor, eine Wiederauflage des 60s-Hollow-Body-Modells mit langer Mensur.

 

Auch Guild bringt mit dem Starfire II Bass eine Replika des 60er Jahre-Semi-Akustik-Klassikers auf den Markt. Ob die traditionell sicherlich richtig überlieferte, aber klanglich eher mumpfige 78-cm-Mensur dabei gut bei den heutigen Musikern ankommt, sei einmal dahingestellt.

 

 

Ibanez erweitert seine erfolgreiche Ergodyne-Serie um zwei weitere Linien, die EDB-500 und -700-Bässe (4- und 5-Saiter-Modelle sind erhältlich). Besonders letztere konnten dank eines neuen, skulpturierten Designs sehr gut gefallen.

 

 

Klystron, gebaut von der Firma Ashdown, sind mächtige neue Bassamps aus England, die von ehemaligen Trace-Elliot-Mitarbeitern gebaut werden. Solid State- und Röhren-Preamps können stufenlos miteinander gemischt werden, Mosfet-Endstufentechnik, eine ausgeklügelte Klangregelung und ein On-Board-Oktaver – zeichnen diese Amps aus, deren optisches Erkennungszeichen das große VU-Meter ist. Neben drei Topteilen (200 Watt, 400 Watt, 2´ 400 Watt) gibt es sechs verschiedene Combos und neun verschiedene Boxentypen allen üblichen Bestückungen.

 

 

Lindert Guitars stellten neben neuen Farben auch neue Designs („Twister") vor, Eye-Catcher war der Doubleneck aus Gitarre und Gitarrenbass, der „Two Thumbs Up" heißt.

 

 

Mesa Boogie hat nun auch einen Bass-Combo, den Buster 200 – ein 2´ 10"-Vollröhrencombo mit 200 Watt, 7-Band-Graphic-EQ, parallelen Effektweg, eingebaut in ein Monitorgehäuse. Ein Topteil ist ebenfalls geplant.

 

 

Modulus hat unter neuer Führung mächtig aufgeholt und zeigte nun zum ersten Mal Bässe mit Holzhälsen, die zusammen mit Michael Tobias designed wurden. Anstelle des Halsstabes aus Metall befindet sich ein breiter Graphit-Streifen im Hals und erinnert entfernt an die Graphite-Tradition von Modulus. Die Genesis-Serie bringt 4- und 5-Saiter (letztere mit längerer 35"-Mensur) im Fender-ähnlichen Design mit speziellen Bartolini-JJ-Pickups.

 

 

Peavey stellte ein neues Verstärkertopteil vor, den Firebass 700, der immerhin 475 Watt an 4 Ohm in die Boxen pustet. Er ist mit einer umfangreichen Klangregelung und einem Compressor ausgestattet.

Der B-Bass ist ein neuer Bass mit 35"-Mensur, aktiver Elektronik und einem Graphit-Hals.

 

 

Pedulla hat die neue ETB-Berie, eine aufgewertete Thunderbolt-Version (also Schraubhals), auch mit Maple-Neck und -Griffbrett und breitem Saitenabstand.

 

Am Pignose-Stand gab es umsonst Bananen und einen neue Röhren-Bass-Verstärker! Der B-100V ist ein 1´ 15"-Combo, das Verstärkerteil ist auch als separates Top B-100VH erhältlich.

 

 

Status zeigte neue transparente Lackierungen der Empathy- und Stealth-Serie. Besonders die gänzlich aus Graphit gefertigten Stealth-Instrumente erhalten so einen eleganten 3D-Look.

Neu im Programm ist der Groove Bass, ein Holzbass mit äußerlichen MusicMan-Ähnlichkeiten, aber Status-Merkmalen wie z. B. der neue Tri-Max-Pickup, der zwei Singlecoils plus eine brummunterdrückende Dummy-Coil enthält. Ein aktiver 2-Band-EQ vervollständigt den Tribut an den Vintage- und Jazz-Bass-Trend.

 

 

Stick Enterprises zeigte dieses Jahr den auf der letzten NAMM als Prototyp gesichteten NS/Stick, das Ergebnis einer eindrucksvollen Kooperation zwischen Ned Steinberger und Emmett Chapman. Der NS/Stick ist mit 8 Saiten bestückt, die sowohl im Stick-typischen Tapping-Stil wie auch im normalen Bass-Stil gezupft werden können. Aktive EMG-Pickups übertragen einen mächtigen Sound, der tatsächlich an die typischen Stick-Bass-Sounds erinnert. Vielfältige Stereokombinationen der insgesamt 4 Pickups ermöglichen eine große Soundpalette. Der NS/Stick ist etwa ab Sommer erhältlich und auch in einer günstigeren Version mit passiven Pickups lieferbar.

 

Eine 2´ 15"-Box hat noch im SWR-Programm gefehlt – jetzt ist sie da! Diese neue Box verträgt immerhin 800 Watt/4 Ohm, hat aber wie die ebenfalls neue 1´ 15"-Box noch keinen Namen. Da man bei SWR gerne etwas ausgefallenere Namen verwendet (wie z. B. „California Blonde", „Goliath", „Interstellar Overdrive" etc.), werden zur Namensfindung kreative Bassisten aufgefordert, ihre Vorschläge bei SWR abzugeben, z. B. bei SWR Deutschland oder aber auch per Email an Daryl@swreng.com

 

Probleme dieser Art gab’s beim Silverado Special nicht, denn dieser Combo ist eine Weiterentwicklung des Silverado II und hat nun eine druckvolle 2´ 12" + Tweeter-Bestückung mit einer Leistung von 350 Watt/4 Ohm.

Sehr interessant, auch für Kontrabassisten, ist der preisgünstige Workingman’s 10, ein kleiner 80 Watt/1´ 10"-Combo, für den es auch gleich eine 1´ 10"-Ergänzungsbox gibt. Bei meinem Besuch der SWR-Factory am Tag nach der NAMM-Show (Artikel folgt in einer der nächsten Ausgabe) wurde der Plan gefaßt, zusätzlich einen Workingman’s 2´ 10"-Combo anzubieten.

SWR bringt in regelmäßigen Abständen eine CD heraus, die in Musikläden erhältlich sein wird. Auf ihr sind SWR-Endorser vertreten – ein hochkarätiges Sammelbecken außergewöhnlicher Bassisten. Ab Frühjahr gibt’s diese CD auch in Deutschland. Einfahren, den Stoff!!!

Im stillen Kämmerlein stellt Steve Rabe, SWRs Mastermind, unter dem Namen Raven nun auch Zubehörgeräte für Bassisten her. Erstes Produkt ist ein 9,5" großes ausgeklügeltes Kombigerät, das einen Mixer (3 Inputs), eine DI-Box und einen Enhancer beinhaltet.

 

Es war zu erwarten, daß die neu formierte Trace-Elliot-Mannschaft ihr Programm überarbeitet und viele Neuheiten vorstellen wird. So gibt es eine komplett neue Serie, die SMC genannt wird und im Prinzip eine Weiterentwicklung der bekannten SM-Produkte darstellt, die nun aber alle mit dem zweibandigen Trace-Compressor ausgestattet sind. Es gibt zwei Topteile (150 und 300 Watt) und fünf Combos. Passend zu den guten Röhrenamps der V-Type Serie sind nun auch drei Boxen erhältlich, alle mit beeindruckender Bestückung: 2´ 15", 4´ 12" oder 8´ 10"!

 

Einige exklusive Modelle aus dem Custom Shop wurden von Yamaha ausgestellt, wir normal Sterbliche müssen uns jedoch mit den weiterentwickelten TRB-Bässen begnügen – was allerdings nicht so schwer fällt, denn die neuen TRBs haben alle eine längere Mensur (35"), neue transparente Lackierungen, neue Humbucker-Pickups und weiterentwickelte aktive Elektroniken spendiert bekommen.

Heinz Rebellius

 

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Mit dem A4-Bass setzt Godin die Reihe seiner erfolgreichen Semi-Solid-Bässe fort *** Die Ibanez-Prestige und Pro-Soundgear-Bässe sind ab sofort mit neuentwickelten passiven Singlecoil-Pickups ausgestattet *** Lakland bietet nun auch „Vintage"-Versionen ihrer Bässe an, sprich MM- und JJ-Pickupbestückung plus deckende Lackierungen plus Pickguards *** Laney hat drei neue Bass-Combos im Monitorboxen-Design: 1´ 12" + Horn und 65 Watt, 1´ 12" + Horn und 120 Watt und 1´ 15" + Horn mit 165 Watt *** Hartke hat zwei neue Verstärker, HA-3000 (300 Watt/4 Ohm) und HA-4000 (400 Watt/4 Ohm), eine neue 2´ 10"-Box mit Horn (2,5 Bass-Modul) und zwei neue KickBack-Basscombos (1´ 15"- und 1´ 10")im Programm *** Trace Elliots T-Bass für 1998 ist in Metallic Candy Apple Red inkl. „matching headstock" lackiert, die Auflage beträgt 100 Stück jeweils für 4- und 5-Saiter *** Neu im Programm von Brian Moore: Die TC/4- und 5-Bässe *** Spector-Bässe werden nun in drei Preisklassen in Korea, Tschechische Republik und USA hergestellt *** Lange erwartet, jetzt endlich zu sehen: Der neue PRS-Bass, zwar erst nur in der unbezahlbaren „Private Stock"-Ausführung, aber mit Tendenz zur baldigen Serienfertigung *** DOD hat zwei neue Effekte im Programm: Den FX91 Bass Overdrive und das Multieffektgerät BassTEC mit vielen interessanten alten und neuen Effekten. Aber was ist z. B. ein „Pixellator", oder „Psychobass"? *** Der treffliche Victor Wooten (u. a. Bela Fleck & The Flecktones) wurde vom BASS PLAYER als Bassist des Jahres ’97 in den USA ermittelt.

 

Das alles & und noch viel mehr kann man in Gitarre & Bass 04/98 nachlesen. Ab Freitag den 13. März im Handel!

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