
| what CAN I
say I can in a tin can can the can and the candyman can how far can you go dead can dance
ameri can pie can you hear me you can say you to me candy o life in a tin can yes sir I
can boogie cannibalism can you do this can ear can dy you can tune a piano but heaven can
wait I can see clearly now I can help I can jive can you feel it nice work if you can get
it big ones you can look at were an ameri can band I can see your house from here
can I say I can in a tin can can the can and the candyman how far can you go dead can
dance can you hear me Haute
Musicuisine aus der Konserve Es geschah im Juni 1968 in Köln: In der Wohnung des Keyboarders, Dirigenten & Komponisten Irmin Schmidt (*1937), einem klassisch ausgebildeten Musiker mit Theatererfahrung, Experimentiergeist und Stockhausen-Connection, trafen sich Holger Czukay (*1938), ein Bassist mit ähnlich ernstem Background und offenem Weltbild, Schlagzeuger Jaki Liebezeit (*1938), der u. a. mit Tete Montoliu und Chet Baker zusammenarbeitete, der junge Rock- bzw. Beat-Gitarrist Michael Karoli (*1948) sowie ein Flötist namens David Johnson. Keine Frage: Bei so einem Meeting konnte es nur um neue musikalische Wege und Konzepte gehen kennt man ja. Im Gegensatz zu Millionen ähnlicher Musikertreffen dieser Art, an die nur Unmengen leerer Pfandflaschen, Brandlöcher im Teppich und dicke Kräche mit dem Sänger erinnern, hatte diese Begegnung allerdings Folgen für die Musikgeschichte. Denn man entdeckte Gemeinsamkeiten und inspirierende Gegensätze. Ihr Domizil findet die Künstlergruppe auf Schloß Nörvenich bei Köln, wo die Musiker ihr eigenes Inner Space Studio" einrichten und auch live auftreten. Improvisation, Happening, Spontaneität, Sounds, Geräusche, handgemachte Instrumentalklänge, Tonband-Einspielungen, Jazz, Rock, Elektronik, Groove, Trance das sind einige wichtige Zutaten, mit denen gearbeitet wurde, die man komponierte. Der amerikanische Bildhauer Malcolm Mooney stieg bei einem Besuch spontan als Sänger in eine Session ein und er blieb ebenfalls. Flötist David Johnson verließ dafür die Formation bereits gegen Ende des Gründungsjahres. Erst in dieser Zeit kommt der bekannte Name Can" ins Spiel genauer: The Can", die Konservendose also. Die war gegen Ende der 60er bekanntlich zum Kultobjekt avanciert, durch Andy Warhols diverse Dokumentationen einer Billigfertigsuppe des amerikanischen Herstellers Campbell. Später auf Can" verkürzt läßt der Name dann weitere Assoziationen und Fehlinterpretationen zu: Können die überhaupt was?" Kann sein." und das eigentlich heute viel zu selten gehörte Also, das kann doch jeder!". Das erste Can-Album ,Monster Movie (1969), wurde live in Zweispurtechnik aufgenommen, und hier passierte wirklich etwas Neues: Aufbauend auf sich endlos wiederholenden Rhythmus-Patterns, wurden Song-Strukturen des Rock genauso wenig bemüht wie Atonalitätszwangshandlungen des Free Jazz. ,You Doo Right vom Debüt-Album paßte mit über 20 Minuten gerade noch so auf die B-Seite der Vinyl-LP. 1970 erschien ,The Can Soundtracks mit verschiedenen Filmmusiken aus den ersten anderthalb Jahren. Malcolm Mooney war hier noch bei einigen Tracks vertreten, hatte die Band allerdings schon wieder verlassen aus gesundheitlichen Gründen ging er zurück in seine amerikanische Heimat. Im Frühjahr 1970 stieg der Japaner Kenji Damo" Suzuki als neuer Can-Sprecher ein. Czukay und Liebezeit entdeckten den ehemaligen Hair"-Darsteller und Straßenmusiker in München, am Nachmittag vor einem Gig. Und wo andere Musiker mal wieder ein ausgiebiges Diskussions-Meeting mit Genußmittelverzehr angesetzt hätten um mal über alles zu reden, Du", griff man hier zu. Selbstverständlich war Damo abends Teil der Can-Show im Blow Up ... Story: Lothar Trampert
Die komplette Can-Story mit einem ausführlichen Interview mit Gitarrist Michael Karoli das alles & noch eine Menge mehr kann man in Gitarre & Bass 04/99 nachlesen ab Freitag den 12. März im Zeitschriftenhandel, bei guten Musikhändlern oder für Abonnenten beim Postboten erhältlich!
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