KULA SHAKER

Von allen Newcomern der vergangenen Jahre sind Kula Shaker sicherlich die außergewöhnlichsten. Mit einer Mixtur aus Psychedelic, 60er & 70er Jahre Sounds und indischen Volksweisen zeigt sich auch ihr neues Album ,Peasants, Pigs And Astronauts‘ von spiritueller Ausdruckskraft. Sänger Crispian Mills und Schlagzeuger Paul Winterhart im Gespräch über schwankende Hausboote, blutende Finger und taube Soundmischer.

Sänger/Gitarrist Crispian Mills sieht übernächtigt aus. Frierend und gähnend hockt er in einem Hamburger Hotel, um Interviews zu geben. Zudem kämpft er seit dem frühen Morgen mit einem roten Mitesser, der sich direkt an seinem linken Mundwinkel an die Öffentlichkeit gräbt. Vom ständigen Jucken ist der Pickel schon ganz entzündet, und Mills tastet ihn entnervt ab. Neben ihm hockt – offensichtlich deutlich frischer – Schlagzeug Paul Winterhart. Kula Shaker sind in der Stadt, um Fragen zu ihrem zweiten Album ,Peasants, Pigs And Astronauts‘ zu beantworten. In der Nacht zuvor hatte die Band im Hamburger Club Logo eines ihrer atemberaubenden Konzerte gegeben. Für die britische Overnight Sensation, die mit ihrem Debütalbum ,K‘ und der Single ,Govinda‘ für weltweite Furore sorgte, ist es offenbar egal, ob sie vor 150, 1.500 oder gar 15.000 Zuschauern spielt. Kaum eine andere Newcomer-Band schafft es dermaßen überzeugend, auch große Hallen mit einer magischen Atmosphäre zu füllen.

 

G&B: Crispian, wie war’s gestern Abend? Zufrieden?

Mills: Es war höllisch laut. Das Problem ist immer, daß man dann nicht weiß, wie gut man gespielt hat. Die Vibes waren jedoch hervorragend

Winterhart: Wir haben unseren Soundmischer schon aus der Zeit vor unserem Plattenvertrag dabei. Er arbeitete seit Jahren mit uns, das erste Mal in einem kleinen Club im Westen von London. Seitdem hat er sämtliche Konzerte gemischt. Ich glaube er hat etwas an Gehörleistung verloren, hahaha!

G&B: Und was ist euch wichtiger: Sound oder Zusammenspiel?

Mills: In erster Linie muß natürlich der Gesamt-Sound stimmen. Wie gut wir dann letztendlich zusammen gespielt haben, ist nebensächlich.

Winterhart: Allerdings hat das eine unmittelbaren Einfluß auf das andere. Wenn wir enstpannt sind, sind oftmals auch die Vibes sehr gut. Wenn die Band unter Streß steht, klingen wir auch schon mal so schräg wie eine Punk-Band ...

Story: Matthias Mineur
Fotos: Columbia

 

Das vollständige Interview mit Kula Shaker & noch eine Menge mehr kann man in Gitarre & Bass 04/99 nachlesen – ab Freitag den 12. März im Zeitschriftenhandel, bei guten Musikhändlern oder – für Abonnenten – beim Postboten erhältlich!

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