SCORPIONS

Mit ihrem aktuellen Studioalbum ,Eye To Eye‘ stellt die Hardrock-Band Scorpions zum 17. Mal in ihrer Karriere einen neuen Longplayer in die Plattenregale. An der Zeit also, die Geschichte der Hannoveraner nachzuzeichnen.

Die Anfänge
„Stommeln bei Köln. Ein todlangweiliges Kaff. Nahe der Großstadt und doch am Arsch der Welt. Ein tristes Provinznest, in dem ein Rock ’n’ Roller noch nicht einmal begraben sein möchte." Mit diesen Worten beginnt eine der zahlreichen Buchbiographien über die Scorpions. In Stommeln steht das Studio von Dieter Dierks, der jahrelang Produzent der Band war. Eine Art Haßliebe verbindet die Scorpions mit dem Ort, an dem ihre größten Erfolge produziert wurden, an dem ihnen aber auch so manch schwere Stunde nicht erspart blieb, bevor eines ihrer Alben seinen Weg in die Öffentlichkeit fand.

Von Stommeln in die große weite Welt: Die Hannoveraner bekamen Mitte der Achtziger die Auszeichnung „Deutschland’s Rock Exportartikel Nr. 1" ans Revers geheftet. Zu Recht, denn in ihren Spitzenzeiten füllte die Gruppe mühelos die größten Hallen der USA und Japans. Die Liste ihrer Hits ist länger, als so manch Musikkenner vermuten wird. ,Rock You Like A Hurricane’, ,Winds Of Change’, ,No One Like You’, ,Big City Nights’, ,Can’t Live Without You’, ,The Zoo’, , Still Loving You’, ,Is There Anybody There’, usw. Die Presse attestierte der Band, ihren Zuhörern stets „...Wonneschauer über den Rücken zu jagen", und sich musikalisch „tollkühn" zu verhalten.

Die Anfangstage der Gruppe sind wohl schon hundertmal skizziert und aufgeschrieben worden. Immer wieder muß Rudolf Schenker (*31.08.48) erzählen, wie aus guten Freunden im Jahre 1965 die Amateurband „Scorpions" wurde, damals noch in der Besetzung Rudolf und Michael Schenker (g), Klaus Meine (voc), Wolfgang Dziony (dr) und Lothar Heimberg (b). Dieses Line Up unterschrieb beim Hamburger Musikkonzern Metronome einen Plattenvertrag, und veröffentlichte auf dem Deutschrock-Label „Brain" ihr Debütalbum. „‚Lonesome Crow‘ erschien am 11. Februar 1971", erzählt Rudolf Schenker. „Damals war noch mein Bruder Michael dabei. Für damalige Verhältnisse, und im Vergleich zu den seinerzeit angesagten deutschen Kollegen wie Can und Amon Düül, klang unsere Musik bereits sehr amerikanisch, und gleichzeitig englisch orientiert. Die Scheibe war wirklich ein guter Start ..."

Story: Matthias Mineur
Fotos: Eastwest

 

Wie es nach der ersten Platte mit den Skorpionen weiter ging, welche Instrumente sie in den letzten Jahrzehnten spielten und warum Klaus Meine so oft die Frisur wechselte – das alles & noch eine Menge mehr kann man in Gitarre & Bass 04/99 nachlesen – ab Freitag den 12. März im Zeitschriftenhandel, bei guten Musikhändlern oder – für Abonnenten – beim Postboten erhältlich!

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