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Bei der Veröffentlichung ihrer mittlerweile fünften CD mit dem Titel Americana vertraut die US-Punk-Band The Offspring zum ersten Mal auf die geballte Marketing-Power des Major-Labels Sony/Columbia. Den großen kommerziellen Durchbruch hatte das Quartett schon mit Smash (Epitaph 1994, eine Transkription von Self Esteem findet ihr in: G&B 08/95, S. 134 ff) geschafft. Bei Americana setzt die Band auf bewährte Konzepte, wie Offspring-Frontman Dexter Holland freimütig eingesteht: Wir wollen nicht radikal weg vom Sound von Smash und unserem letzten Album. Es ist uns ganz wichtig, daß man die meisten Stücke auf dem neuen Album als typische Offspring-Songs erkennen kann." Kann man, und auf dreizehn Songs lassen die Punks mit immerhin zehn Jahren Erfahrung im Musik-Business nichts anbrennen. Das Standard-Fleisch-und-Kartoffel-Offspring-Gericht" (so Dexter Holland selbst über einige Songs des neuen Albums) schmeckt den Fans so gut, daß die CD und die Single Pretty Fly (For A White Guy) prestissimo in die Top-10 der deutschen Charts aufrückten. Das Drums/Guiro-Intro von Pretty Fly weckt wenig Assoziationen an einen Punk-Song, es erinnert eher an eine leicht überdrehte Cha-Cha-Mutation. Ab Takt 9 ändert sich mit den Powerchords der Gitarren (links und rechts im Panorama gedoppelt) der Charakter des Stücks. Die Powerchords haben keine harmonische Funktion, sie geben den Riffs, die mit der Ausnahme von Takt 37 und 101 ausschließlich aus dem Tonmaterial der B-Blues-Scale bestehen, mehr Fülle. Zum Einsatz kommen zwei Typen von Powerchords ...
Den kompletten Top-10-Workshop inkl. Transkriptionen & noch eine Menge mehr kann man in Gitarre & Bass 04/99 nachlesen ab Freitag den 12. März im Zeitschriftenhandel, bei guten Musikhändlern oder für Abonnenten beim Postboten erhältlich! © Copyright: Gitarre & Bass - ein Magazin des MM-Musik-Media-Verlag GmbH |