
| Seit 23 Jahren gelten sie als Synonym
für exquisite Musik, britische Exzentrik und völlige Totalverweigerung: XTC, eine Band,
die sich den Gesetzmäßigkeiten des Musik-Business entzieht, der Bühne aus Prinzip
entsagt und schon mal ein paar Jahre untertaucht. Doch damit ist jetzt Schluß:
Apple Venus Vol. 1 ist ein sinfonischer Paukenschlag, mit dem sich die
verkannten Pop-Genies ein überfälliges Denkmal setzen. Ein XTC-Fan zu sein, ist zuweilen regelrecht frustrierend. Nicht nur, daß sich die Briten partout weigern, live aufzutreten, sie sind auch sonst derart aus dem Gedächtnis der schnellebigen Menschheit entschwunden, daß man mit seiner Euphorie allein auf weiter Flur steht. Motto "XTC ist das ne Droge?". Doch das ist gar nicht mal so falsch. Denn irgendwie ist Pop ja auch eine Art Zuflucht, genau wie Alkohol, Nikotin oder sonstige Narkotika. Und XTC sind die ultimative Pop-Band selbst wenn sie derzeit doch eher Kultstatus genießen. Unfreiwillig, versteht sich. Doch das hat wie alles bei XTC seinen guten Grund. Schließlich handelt es sich bei Mastermind und Sänger/Gitarrist Andy Partridge (45) und Bassist Colin Moulding (43) um idealistische Alleskönner mit umfassender Vitae und ausgeprägtem Ego. Zwei, die wissen, was sie wollen, ihren Dickkopf durchsetzen und dafür notfalls auch die größten Repressalien in Kauf nehmen. Man(n) ist schließlich Brite und sitzt seine Probleme aus notfalls bis zu sieben Jahren ... Story: Marcel Anders Die komplette Story & noch eine Menge mehr kann man in Gitarre & Bass 05/99 nachlesen ab Freitag den 16. April im Zeitschriftenhandel, bei guten Musikhändlern oder für Abonnenten beim Postboten erhältlich!
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